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Lernen Sie die Haie zu lieben und werden Sie die Angst los

Wer einmal die Begegnung mit einem Hai unter dem Wasser erlebt, ist für immer bezaubert. Lernen Sie mit uns die geheime Welt der Haie kennen und verlieben Sie sich auch! Sie erfahren natürlich auch das, wie man mit ihnen beim Segeln ohne Risiken umgehen kann.

Kein anderes Tier ist von so vielen Mythen und gruseligen Geschichten umwittert. Ein faszinierender Prädator, der majestätisch die Weltmeere durchkreuzt, ist in der Wirklichkeit sehr bedroht. Nicht nur wegen dem Film „Der weiße Hai“, wo der Knorpelfisch als ein menschenfressendes Monstrum geschildert wird und der das Massakrieren dieser Fische im großen Ausmaß zur Folge hatte. Schonungsloses Jagen für asiatischen Markt und übermäßige Befischung ist daran auch schuldig. 


Dabei gehört der Hai zu geschützten Spezies, er greift nie einen Menschen ohne Grund an und meidet grundsätzlich einen Kontakt mit ihm. Auf unserem Planeten lebt er über 450 Millionen Jahre und vor allem ist er unermesslich wichtig für das Aufrechterhalten der Gesundheit der Ozeane.


Der Hai gehört zu geschützten Spezies und nie greift einen Menschen grundlos an.Der Hai gehört zu geschützten Spezies und nie greift einen Menschen grundlos an.


Wer einmal die Begegnung mit einem Hai unter dem Wasser erlebt, ist für immer gebannt. Oftmals können Sie dann diesen Menschen hören, wie er die Haie liebevoll als „Mietzen“ bezeichnet. Elegante und selbstbewusste Bewegungen, stahlgraue Farbe, vollkommene Form und Größe, das begeistert alle. Die Haie sind überdies sehr scheu. Daher ist jedes Begegnen sehr rar und in Europa, wo wir am meisten segeln, fast unmöglich.  


Lernen Sie mit uns die geheime Welt der Haie kennen und verlieben Sie sich auch! Sie erfahren natürlich auch das, wie man mit ihnen ohne Risiken koexistieren kann. Gerade durch näheres Kennenlernen der Haie können wir unsere eigene Angst loswerden. Und gleich am Anfang können wir Ihnen verraten, dass jede Angst auch gegenstandslos ist. 

Wer sind die Haie eigentlich?

Die Haie gehören zu den Knorpelfischen und stellen eine Gruppe von über 500 Arten dar. Die meisten erreichen eine Körperlänge von nur 1,5 Meter. Nur 10 Arten sind mehr als 4,5 Meter lang. Der Rekordhalter ist der Walhai, der auch mehr als 20 Meter Körperlänge besitzen kann. Der gefürchtete Weiße Hai (auch Menschenhai genannt) erreicht eine Gesamtlänge bis zu 6 Meter, es wurde aber auch ein 8-Meter-Exemplar abgefangen.


Der Walhai erreicht eine Körperlänge bis zu 20 Meter, ernährt sich aber ausschließlich von PlanktonDer Walhai erreicht eine Körperlänge bis zu 20 Meter, ernährt sich aber ausschließlich von Plankton


Sehr verschiedenartig ist auch die Nahrung der Haie. Der erwähnte Walhai konsumiert nur Plankton, die Raubarten lassen sich die Thunfische, Makrelen, Kopffüßer, Robben, Seeelefanten, aber auch Grüne Meeresschildkröten schmecken. Und nicht selten fressen sie auch Angehörige eigener Art, die Haie gehören nämlich zu Kannibalen.


Der Hai ist der oberste Prädator in Hierarchie des Meeresökosystems und in seinem Gleichgewicht spielt er eine außerordentlich wichtige Rolle. Er reguliert den Bestand der übermäßig vermehrten Tierarten, er verschmäht auch keine Kadaver und jagt schwächere Stücke. 


Die meisten Haiarten haben einen spindelförmigen Körper und sehen wirklich wie ein Torpedo aus. Eine verlängerte Schnauze gehört auch zu den meist erwähnten Merkmalen. Der Körperbau kann sich jedoch bei jeder Art erheblich unterscheiden. Langsame, beim Meeresboden lebende Arten können einen abgeflachten Körper besitzen wie etwa die Rochen. Das Skelett bilden Knorpel mit einer Ausnahme der Zähne und vielleicht überraschend auch der Schuppen, die die Haut der Tiere rau machen.


Die Kiefer eines HaisDie Kiefer eines Hais 


Das Leben der Haie verbirgt noch mehrere Geheimnisse. Die Menschen haben das Verhalten dieser Tiere noch nicht komplett kennengelernt. Sehen wir uns zuerst ihre vollkommenen Sinne an. Gerade das Verständnis, wie sie funktionieren, kann uns helfen, falls wir in Kontakt mit diesem Tier kommen. 

Vollkommene Sinne

Wissen Sie, wieso der Hai als ein vollkommener Jäger gilt? Weil seine Sinne perfekt entwickelt sind. Das Haigehirn ist imstande, eine große Menge an Informationen zu verarbeiten und effektiv zu lernen. Beachtenswert ist die Tatsache, dass verschiedene Sinne schrittweise ins Spiel kommen. 

 

Der vollkommenste Sinn soll der Geruchssinn sein. Blut kann ein Hai auf eine Entfernung bis zu 1 Kilometer riechen. Wie beurteilen die Haie die Entfernung und Intensität des Geruchs? Einige Arten folgen die Geruchsspur bei ständiger Kopfbewegung (Pendeln) und so entnehmen sie die Richtung und Entfernung der Beute und korrigieren danach die Richtung eigener Bewegung. Die Nasengruben sind an unterer Seite der Schnauze zu finden. Sie sind durch ganze Serien von gegen chemische Substanzen empfindlichen Plättchen gebildet.


Das Gehirn eines Hais ist imstande,Sem zadejte rovnici. eine große Menge an Informationen zu verarbeiten und effektiv zu lernenDas Gehirn eines Hais ist imstande,Sem zadejte rovnici. eine große Menge an Informationen zu verarbeiten und effektiv zu lernen 


Der Forschungen nach kommen in einer Entfernung von etwa 250 Meter weitere, nicht weniger vollkommene Sinne an die Reihe – Empfindlichkeit auf Vibrationen und das Gehör. Wissen Sie, was ein Seitenlinienorgan ist? Diese Linie zieht sich von dem Kopf bis zu der Schwanzflosse, ist voll von Rezeptoren, die die Druckänderungen und Vibrationen registrieren, welche ein sich bewegender Lebewesen hervorruft. So kann ein Hai seine Beute auf große Entfernungen verfolgen.


Nach den Vibrationen kann er sogar feststellen, ob es sich um ein verletztes Stück, also um eine mühelose Beute handelt. Der Hai ist außerordentlich empfindlich auf atypische Vibrationen. Es hilft ihm dabei auch sein Gehör, das empfindlich vor allem auf niedrige Frequenzen ist. Alle diese Sinne vereinfachen auch die Orientierung und Verfolgung von Meeresströmen. 


Die Augen helfen den Haien erst bei einer Entfernung von etwa 25 Meter, wenn sie das Objekt schon lokalisieren können. Sehr oft schwimmt der Hai dann näher und kreist um die vermutliche Beute herum, um festzustellen, worum es wirklich geht. 


In unmittelbarer Nähe kommt noch Wahrnehmung der elektrischen Felder zum Wort. Haie können bioelektrische Felder anderer Lebewesen wahrnehmen. Dies erfolgt dank der sogenannten Lorenzinischen Ampullen, die auf dem Kopf zu finden sind und wie kleine Poren aussehen. Raten Sie, welche Haiart diese Detektoren besonders wirkungsvoll hat? Ja, Sie haben recht, es der Hammerhai. Dank seiner besonders breiten Schnauze kann er auf dem flachen Kopf eine große Menge an diesen Ampullen besitzen.


Der HammerhaiDer Hammerhai 

Beim Kontakt schalten sich auch Geschmack und Tastsinn ein. Tastrezeptoren haben die Haie um den ganzen Körper herum. Die Informationen bekommt der Knorpelfisch auch durch Anstupsen und Reiben an der Beute. Der Geschmackssinn im Maul und Gaumenbereich bildet dann den letzten ausgenutzten Sinn. Falls der Hai zum Beispiel bei schlechter Sicht nicht feststellen kann, was für ein Objekt er vor sich hat, entscheidet er beim Beißen, ob die Beute genießbar ist, oder lieber ausgespuckt wird.


Ein Taucher guckt ins Maul eines ZitronenhaisEin Taucher guckt ins Maul eines Zitronenhais


Wie kann man die Kenntnisse von Sinnen der Fische ausnutzen, wenn wir auf freiem Meer einem Hai begegnen, zeigen wir uns noch.

Wie jagt der Hai?

Die meisten Haie verlassen sich auf ihre Geschwindigkeit und einen Blitzangriff mit Überraschungseffekt. Haie schwimmen durchschnittlich 35–56 Kilometer pro Stunde. Der Blauhai oder Makohai können eine Beschleunigung bis auf unglaubliche 86 Stundenkilometer erreichen. Dabei hilft ihnen eine starke Schwanzflosse. Ihre Geschwindigkeit kombinieren sie mit der Ausdauer und ihre Beute können sie auf diese Weise auch abhetzen.


Makohai kann bis auf 86 km/h beschleunigenMakohai kann bis auf 86 km/h beschleunigen 


Die Haie sind aber sehr vielseitig und verlassen sich nie auf nur eine Strategie. Auch die Strategien von einzelnen Haiarten sind unterschiedlich. Einige Arten haben zum Beispiel höhere Körpertemperatur, dank dessen sie auch in kältere Gewässer vordringen können. Andere Arten zeigen eine sehr große Geduld. Sie schwimmen mit einem Fischschwarm so lange und unauffällig, kopieren ihre Bewegungen, bis die Fische ihre Aufmerksamkeit verlieren. Erst dann greifen die Haie an.


Die meisten Haie greifen von hinten an (sie verbeißen sich in die Schwanzflossen der Oper), aber der Weiße Hai greift gern von unten an und überrascht seine Beute aus der Tiefe. Das bezahlen die Delfine, weil ihr vollkommenes Sonar nach vorne richtet. Der Weiße Hai nutzt auch die Beobachtung auf der Wasseroberfläche aus.


Der Weiße Hai verwendet die Beobachtung auf der WasseroberflächeDer Weiße Hai verwendet die Beobachtung auf der Wasseroberfläche

Wo kann man einem Hai begegnen? 

Dank der Unmenge an Haiarten sind diese Knorpelfische fast auf der ganzen Welt verbreitet. Leben Haie auch in Kroatien? Laut einiger Quellen leben im Mittelmeer bis zu 47 Haiarten, vor allem aber die kleineren. 


Von Zeit zu Zeit erschreckt die Touristen eine Nachricht über Beobachtungen eines größeren Hais bei der Adriaküste oder in Italien, es handelt sich aber um vereinzelte Fälle. Meistens sind die Haie dort zu finden, wo die letzten Kolonien von Mittelmeer-Mönchsrobben überleben oder an den Stellen, wodurch die Thunfischschwärme ziehen. Die Anzahl an Haie im Mittelmeer sinkt dauernd damit, wie leider auch die Thunfische und Schwertfische verschwinden. 


Der gefürchtete Weiße Hai kommt in größeren Mengen besonders im Nordosten der Vereinigten Staate und in Kalifornien, Südafrika, Südaustralien und Japan vor. Eine Reihe von weiteren Arten bewohnt Rotes Meer oder Karibik. 


Die meisten Haie leben im offenen Meer und oftmals in großen Tiefen. An die Küste kommen sie bei der Jagd. Am wahrscheinlichsten begegnen Sie einem Hai dort, wo eine Untiefe steil sinkt, in einer Tiefe von 1,5–3 Meter. Einige Arten bewohnen die Umgebung der Korallenriffe.


Weißspitzen-Riffhai misst nur gegen 1,5 MeterWeißspitzen-Riffhai misst nur gegen 1,5 Meter

Was zu tun ist, wenn einen ein Hai bedroht? 

Wie schon gesagt, kein Meereslebewesen hält den Menschen für seine natürliche Beute, die Haie sind keine Ausnahme. Daher greifen sie auch nicht an, sofern sie sich nicht bedroht fühlen oder sofern der Mensch den Angriff nicht provoziert, indem er der natürlichen Beute ähnelt. Oder sofern der Mensch sie nicht voreilig angreifen. 


Für Ihre eigene Sicherheit vergessen Sie lieber die populären Filme, wo ein armer Hai von dem muskulösen Helden eine in die Zähne kriegt und dann halbtot davonschwimmen muss. 

Solche Versuche könnten in der Wirklichkeit sehr schlimm enden. Und vor allem sind diese auch ganz unnötig. In der ersten Reihe will der Hai wirklich nicht angreifen.


Kein Meereslebewesen hält den Menschen für seine natürliche BeuteKein Meereslebewesen hält den Menschen für seine natürliche Beute 

3 Tipps, wie man gefahrlos einem Hai begegnen kann

Versuchen Sie lieber bewährte und funktionierende Tipps von Menschen, die sich der Haiforschung ihr ganzes Leben lang widmen. Falls sich ein Hai nähert, ist es angebracht:


  • Nehmen Sie vertikale Stellung ein („stehen“ Sie im Wasser)
  • Möglichst wenig bewegen Sie mit Ihren Beinen
  • Widmen Sie dem Hai Ihre volle Aufmerksamkeit, drehen Sie sich nach ihm um

 

Weil sollte man seine Position beim Schwimmen ändern und versuchen sich aufzustellen? Es geht aus den Erfahrungen von Herrn Doktor Erich Ritter aber auch anderen Haiforschern hervor. Ein Hai hält eine größere Entfernung, als wenn ein Mensch horizontal schwimmt. Ihre Rolle spielt hier auch die Ähnlichkeit eines Schwimmers mit der Form eines Fisches. 


Die Empfehlung mit den Beinen so wenig wie möglich bewegen hilft, wenn der Hai beurteilt, ob es sich um einen Fisch oder eine andere natürliche Beute handelt. Schwingende Beine mit ihren Bewegungen und Druckänderungen sehen für den Hai wie Schwanzflossen eines Lebewesens aus. Und er könnte auch Lust dazu haben, sie zu erforschen, möglicherweise auch mit seinem Maul und seinen Zähnen. Und solches Erlebnis wollen Sie sich sicher ersparen. :)


Und der letzte Ratschlag kommt davon aus, dass die Haie oftmals von hinten oder von unten mit ihrem Angriff anfangen. Daher lohnt es sich, ihnen immer frontal standhalten.

 

„Es gibt keine gefährlichen Haie, sondern nur die Situationen, die wir selbst unter dem Wasser schaffen,  können gefährlich sein.“
Dr. Erich Ritter

Verwenden Sie die Regel FACE – GUIDE – PUSH – MOVE

Wenn der Hai schon wirklich neugierig ist und ein Kontakt mit ihm unvermeidbar ist, ist es wichtig die Regel FACE – GUIDE – PUSH – MOVE zu können. Das heißt STANDHALTEN – FÜHREN – WEGSTOSSEN – SICH BEWEGEN. 


Man muss dem Hai immer frontal (FACE) standhalten (und immer gilt: vertikale Position halten). Wenn der Fisch in Reichweite kommt, versuchen Sie den Hai sanft in eine andere Richtung führen (GUIDE), gegebenenfalls stoßen Sie ihn friedlich weg (PUSH). Der Hai ist neugierig und meistens will er nur feststellen, was Sie sind. Deshalb müssen Sie nicht in Panik geraten. Übrigens kann der Hai Ihre Panik ganz schön erspüren und sie ist für ihn ein Signal zu höherer Aufmerksamkeit.


Falls sich der Hai trotz Ihrer Bemühungen immer noch an Sie nähert, ist es an der Zeit sich selbst zu bewegen (MOVE). Die Haie kennen die Menschen nicht und wenn Sie beginnen sich selbst zu ihnen bewegen, halten sie Sie für einen Prädator und nicht für ihre Beute. 


Falls der Hai zu neugierig wird, ist es angebracht, die Regel FACE - GUIDE - PUSH – MOVE zu verwendenFalls der Hai zu neugierig wird, ist es angebracht, die Regel FACE – GUIDE – PUSH – MOVE zu verwenden 


Und falls auch nichts davon hilft? Es bleibt nur eins – und es ist äußerst radikal. Sanft (!) berühren Sie die Kiemen des Hais. Der Fisch versteht dieses Signal gut. Die Haie selbst, wenn sie miteinander auf Leben und Tod kämpfen, greifen vor allem die Kiemen des Gegners an.


Der Autor dieser bewährten Regeln ist Dr. Erich Ritter, schweizerischer Gründer der Schule Shark school und Autor von vielen Texten, der sich dem Studium der Haie und Tauchen mit ihnen sein ganzes Leben lang widmet.

Was noch ist gut zu wissen?

Der Hai benimmt sich vor einer Attacke auf spezifische Weise. Er kreist herum, ändert seine Geschwindigkeit, nähert sich und versucht den Eindringling aus seinem Territorium zu verjagen. Bei einigen Haiarten erscheint hochgezogene Schnauze mit entblößten Zähnen, durchgebogenem Rücken (für bessere Flinkheit) und gesenkten Brustflossen. Wenn Sie diese Anzeichen gut wahrnehmen und verstehen, können Sie einfach jeden Zwischenfall vermeiden.


Der Hai zieht beim Angriff seine Schnauze hochDer Hai zieht beim Angriff seine Schnauze hoch

Kommt es zu Attacken auf Menschen?

Im Vergleich mit anderen Lebewesen und Ereignissen, ist die Anzahl von Zwischenfällen mit Haien eigentlich sehr niedrig. Und darüber hinaus, nur geringe Menge der Angriffe endet fatal. In der Wirklichkeit geht es eher um Attacken, die durch Neugier und Desorientierung des Tieres provoziert wurden. Wenn der Hai einen Menschen „probiert“, lässt er ihn wieder los und versucht ihn nicht zu fressen oder zu töten. 


Laut der Organisation Shark Attack File, die die Angriffe überwacht, kommt es zu 70–100 Zwischenfällen jährlich, von denen nur etwa 5 mit dem Tod des Angegriffenen enden. Viel mehr Menschen töten zum Beispiel die Flusspferde, Wirtschaftstiere oder Bienen, die vielleicht überraschend der Rangliste der Menschenkiller dominieren. Und beispielsweise in den Vereinigten Staaten ertrinken in einem Jahr mehrere Leute, als die Haie in der ganzen Welt in den letzten zwei Jahrhunderten getötet haben. 


Im Jahre 2019 wurden 66 Angriffe verzeichnet und davon nur 5 fatal endeten. Zu keinem kam es in Europa. Mehr als die Hälfte der Zwischenfälle hat sich in den USA, auf Florida abgespielt, ein weiterer Teil in Australien, wobei es sich vor allem um Surfer handelte. Im populären Kroatien kommt es zu Angriffen fast überhaupt nicht. Der letzte ist sogar mehr als 10 Jahre alt und derjenige, der mit dem Tod endete, fast 50 Jahre. 


Viel grauenhafter sind die Zahlen vom anderen Ende des Spektrums – jährlich tötet der Mensch bis zu 100 000 000 von Haien. Man nimmt an, das ungefähr die Hälfte davon fällt „irrtümlicherweise“ beim Fischfang von anderen Arten zum Opfer.

Wie kann man den Zwischenfällen mit Haien vorbeugen?

 

  • Schwimmen Sie nicht mit einer blutenden Wunde. Der Hai riecht das Blut auf große Entfernungen und es lockt ihm an. Obwohl das Menschenblut nicht das Richtige für einen Hai ist, führen Sie in diesem Sinne lieber keine Experimente durch.
  • Vermeiden Sie Baden unweit von Fischern oder überall dort, wo Köder oder Kadaver vorkommen. 
  • Beobachten Sie gut das Meer. Falls Sie sich in einem Gebiet mit vielen Haien bewegen, tauchen Sie dort nicht, wo sich andere Fische versammeln oder andere Prädatoren jagen. 
  • Schwimmen Sie nie „in die Sonne“. In solchem Fall können Sie nicht sehen, was sich unter dem Wasser abspielt und der Hai kommt im Gegenteil gerne mit der Sonne im Rücken, damit er einen Vorteil gewinnt.
  • Schwimmen Sie nicht in der Nacht. Einige Arten sind auch tagsüber aktiv, die meisten jagen jedoch in der Nacht. 
  • Vermeiden Sie aufgewirbeltes und trübes Wasser und Flussmündungen. Dort verlieren die Haie ihre Orientierung, sehen nicht so gut und können Sie mit Ihrer Beute verwechseln.
  • Berühren Sie die Haie nicht, provozieren Sie sie nicht und füttern Sie sie nicht. Der Geruch des Futters kann sie provozieren. Genauso können sie ihr Territorium schützen wollen, wenn sie sich von Ihnen bedroht fühlen.
  • Immer belassen Sie dem Fisch eine Fluchtmöglichkeit zum offenen Wasser. 

Und welche Haiarten können eine Bedrohung vorstellen?

Unter potenziell gefährliche Arten gehören der Weiße Hai, der Tigerhai und der Bullenhai. Mittelgroße Gefahr stellen die Blauhaie, Makohaie, Zitronenhaie oder Hammerhaie dar. Ganz bestimmt muss man aber nicht in Panik geraten. Wir können bloß noch einmal bemerken, dass die Haie scheu sind, greifen nicht ohne Grund an und wenn es zu einem Angriff kommt, handelt es sich meistens um eine provozierte Attacke.


Der Tigerhai gehört zu den aggressivsten ArtenDer Tigerhai gehört zu den aggressivsten Arten

Merkwürdigkeiten aus der geheimnisvollen Haienwelt

  • Welche Beziehung besteht zwischen Delfinen und Haien? Sie können ohne weiteres nebeneinander schwimmen, ab und zu jagen sie sogar zusammen. Die Delfine beugen Angriffe vor, indem sie einen engeren Schwärm bilden. Mehrmals wurde beobachtet, dass bei einer Begegnung mit großem Hai sich der Schwärm in zwei Gruppen teilte, die den Hai herumschwammen und danach vereinigten sich wieder. Eine Delfinengruppe kann einen Hai effektiv vertreiben.
  • Aktive Haie brauchen viel Sauerstoff. Damit sie sich mit einer genügenden Menge versorgen können, müssen sie sich ständig bewegen. Gerade daher funktioniert es bei einigen Arten mit ihrer künstlichen Zucht nicht. 
  • Haie besitzen keine Schwimmblase wie andere Fischarten. Sie sind aber relativ leichter, weil sie eine große ölhaltige Leber haben. Diese gewährt ihnen einen gewissen Auftrieb.
  • Haie haben ein vollkommenes Gebiss. Ihre Zähne wachsen in mehreren Reihen. Bricht in der ersten Reihe ein Zahn ab, rückt ein neuer Zahn aus der hinteren Reihe nach. 
  • Haie werden von metallischen Gegenständen verlockt. Ein solcher Objekt produziert nämlich im Kontakt mit Meereswasser galvanische Spannung. Und wie schon gesagt, ein Hai kann elektrische Impulse wahrnehmen. Und seine Lorenzinischen Ampullen sind sehr sensitiv, der Hai kann auch die im Sand versteckten Lebewesen fühlen.
  • Haie sind nicht gerade sozial und am häufigsten jagen sie allein oder in einer kleinen Gruppe, einige Arten bilden gelegentlich Schwärme. 
  • Wie währt sich ihre Beute? Die Fische sammeln sich in größere Schwärme an. Ein eng zusammengeschlossener Schwarm ändert schnell seine Richtung und desorientiert den Hai. Einige Fische tauchen bis aufs Meeresboden oder sie halten sich dort auf. Einige Lebewesen haben eine eigene Verteidigung – beim Kontakt sondern sie eine abstoßende Substanz ab, schützen sich mit Dornen oder Panzern und beispielsweise der Schwertfisch hat einen eigenen Schwert zur Abwehr. Damit ist er imstande, den Haien schlimme Verletzungen zu verursachen. 


Der interessante Ammenhai mit einem HammerhaiDer interessante Ammenhai mit einem Hammerhai 


Wir wissen noch vieles über die Haie nicht und ihre Lebensweise bleibt für uns immer noch geheimnisvoll verhüllt. Eins ist aber ganz sicher. Der Hai steht als Prädator ganz oben in der Nahrungskette und daher ist er unermesslich wichtig für das gebrechliche Ökosystem im Meer und sein perfekter Regulator. Auch wegen seines grauenvollen Rufs steht er oft abseits der Hauptinteressen der Ökologen. 


Ein großer Popularisator ist neben Herrn Doktor Ritter auch italienischer Forscher und Autor einer ganzen Reihe von Büchern Alessandro De Maddalena, dem Schutz der Haie widmen sich in der letzten Zeit auch mehrere Organisationen. Und das ist sehr wichtig, damit dieses schöne und majestätische Tier weiter Ozeane der Welt kreuzen könnte. 

 

“Absolut liebe ich die Makohaie. Immer wenn ich auf freiem Meer bin und aus den blauen Wässern dieser elegante Hai mit seinem typisch silbernen Glanz auftaucht, kommt mir vor, als würde ich ein wunderschönes Geschenk vom Ozean bekommen.“

Hat Ihnen dieser Ausflug in die überwältigende Unterwasserwelt gefallen? Fahren Sie mit uns mit einem Segelboot und lernen Sie diese Welt näher kennen. An Bord können Sie auch die entfernteste Orte erforschen, wo das Leben unter dem Wasser wirklich reich und bunt ist.