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Wie kann man auf dem Meer strahlen? Welche Beleuchtung können wir an Bord verwenden?

Wahrscheinlich gibt es unter uns keinen solchen Narren, der ohne eine zuverlässige Lichtquelle lossegeln wollte. Auch die Vorschriften sagen ganz klar: Jedes Boot muss in der Nacht auf gewisse Weise beleuchtet sein, sei es segelnd oder legend. Welche Möglichkeiten der Beleuchtung haben wir eigentlich heutzutage? Ganz breite.

Stirnlampen, Taschenlampen, LED-Laternen, Campingleuchten, Universallampen und weitere Leuchten für einen Urlaub auf dem Meer

 STIRNLAMPEN

Die Stirnlampen waren vor einer gewissen Zeit noch nicht möglich. Beziehungsweise waren sie möglich, aber Sie wären wahrscheinlich nicht bereit, so etwas auf dem Kopf zu tragen. Heute ist die Auswahl wirklich breit und wir können es dem menschlichen Fortschritt, und zwar gleich auf zwei Feldern, verdanken: der LED und der Akkumulatoren. Klassische und auch unterschiedlich unklassische Glühbirnen hatten sehr niedrige Leistung, armselige Reichweite und hohe Energieansprüche. Sehr schwierig würden Sie jemanden suchen, der sich mit der Idee wirklich befasst hätte so eine altertümliche quasi Stirnlampe in die Mitte seiner Stirn wirklich zu platzieren.

Die heutigen Stirnlampen verbrauchen weniger Energie und scheinen mehr und weiter. Einige von ihnen scheinen sogar mehr als die Fernlichter von Ihrem Wagen. Und gerade die Leuchtdioden können wir am meisten lobpreisen, die Leistungserhöhung haben wir gerade ihnen zu verdanken. Dank der LEDs erhöhte sich die Wirksamkeit in den letzten 15 Jahren ungefähr viermal und im Vergleich mit gewöhnlichen Lichtbirnen sind die LEDs jetzt bis zu 20-mal wirksamer.


Der Seemann braucht eine Stirnlampe, die etwas ertragen kann – wie er selbst. (Quelle: Kronium.cz)


„In den letzten zehn Jahren erhöhte sich die Leistung bei den Lampen wirklich dramatisch. Was vor zehn Jahren eine große Taschenlampe mit 20 Zentimeter Länge und einem Gewicht von 500 Gramm schaffte, schüttelt heute eine kleine Taschenlampe mit einem Gewicht unter 100 Gramm aus dem Ärmel. Und andererseits sind bei heutigen Taschenlampen die Leistungen auch über 10 000 Lumen möglich. Nur damit Sie sich das vorstellen können: Eine herkömmliche 100-Watt-Glühbirne besitzt einen Lichtstrom von 1300 Lumen,“ wertet David Grešák aus dem spezialisierten E-Shop Kronium.cz aus.

Energetische Ansprüche der Lampen decken heutzutage immer mehr die wiederaufladbaren Batterien. Klassische AA- und AAA-Batterien sind auf dem Rückzug. Einwegbatterien geben jetzt fast keinen Sinn mehr und wegen ihrem Gewicht/Leistung-Verhältnis ist es bei ihren wiederaufladbaren Kolleginnen auch nicht besser.

Jiří Mařan aus spezialisierter Firma Lumilogic sagt dazu: „Heute übertreffen die Li-Ion-Akkus die älteren NiMH-Akkus in allen Parametern, über Einweg-Batterien ganz zu schweigen. Li-Ion-Akkus schaffen mehrfache Entladungströme und leiden auch nicht an solche Gebrechen wie Selbstentladung oder Memoryeffekt.“

Eine gute Stirnlampe ist heute mit einer qualitativ hochwertigen LED ausgestattet, die eine Garantie von mehreren Zehntausenden Betriebsstunden hat, sie werden praktisch zu Ihrem lebenslänglichen Kumpel. Hier sollte man nicht zu viel sparen. In einem Billigladen für ein paar Euro beschaffen, man sollte sich aber später nicht wundern, dass das Glumpert nicht lange hält.

„Objektiv muss ich sagen, dass es sich lohnt, in eine wirklich gute Taschenlampe zu investieren. Im Notfall kann solche Ausgabe einem nicht nur das Leben erleichtern, sondern buchstäblich auch retten,“ bestätigt Radomír Klofáč, Skipper und Gründer der Gesellschaft MORIS.

Eine Stirnlampe hilft uns alles zu beleuchten, worauf wir unseren Blick werfen. Einige Stirnlampen kann man in improvisierte Laternen oder stationäre Leuchte umwandeln. Nächstes Mal bringen wir Ihnen Vorstellung der beliebtesten Modelle bei den Skippern.


WO NUTZEN WIR EINE STIRNLAMPE:

In der Nacht können wir alles unter unseren Fingern beleuchten, jede durchzuführende Arbeit gewinnt am Licht, sei es auf dem Deck oder im Unterdeck, falls wir die Bootsbatterie schonen wollen oder müssen. Falls Sie den Liegeplatz in einem dunklen Hafen oder unbeleuchtete Tonne suchen, das Dingi auch in der Nacht benutzen, eine Höhle besuchen und ähnlich, kommt eine Stirnlampe auch gelegen. Einen großen Vorteil gewinnen Sie auch mit einer roten Diode. Wenn Ihre Stirnlampe so etwas hat, blenden Sie Ihre Kollegen an Bord nicht, die Akkommodation des Auges wird nicht gestört und das Rotlicht solle auch weniger Insekte anlocken. 
 

LED-LATERNEN / CAMPINGLEUCHTEN

Campingleuchten sind eigentlich moderne Laternen, die jetzt ihre Renaissance erleben. Man verwendet darin zwar kein Petroleum mehr, ihren Platz finden die Laternen aber an Bord immer. Sie strahlen in alle Seiten und in kürzeren Entfernungen schaffen sie es, das Tageslicht für lange Dutzende Stunden und in verschiedenen Abstrahlwinkeln zu ersetzen. Bessere Campingleuchten bieten auch die Power-Bank-Funktion an und Sie können damit zum Beispiel Ihr Handy (bei gewissen Modellen auch mehrmals) aufladen. Weiter können auch das Sektorenlicht oder Rotlicht/Grünlicht zur Verfügung stehen. Die Vorteile des Rotlichts haben wir schon erwähnt. Zu einem weiteren Plus wird auch das Grünlicht, weil Sie damit im Notfall das grüne Positionslicht der Yacht ersetzen können. Das gleiche gilt für die weiße (Mastlicht) und die rote (Backbordbeleuchtung) Option.


Moderne Laterne kann uns Beleuchtung, aber auch Power für das Telefon schenken. (Quelle: GoalZero.cz)

WO NUTZEN WIR EINE LED-LATERNE:

Überall wo ein Raum permanent zu beleuchten ist, in der Regel das Cockpit, der Salon im Unterdeck oder einzelne Kabinen. Auch kleinere Laterne kann heutzutage jeden Abend sogar mehrere Wochen im Betrieb sein ohne das Bedürfnis die Energie nachzuladen. Eine gute, robuste Campingleuchte gehört so eindeutig in unseren „Serviskasten“, den wir an Bord mit uns bringen, um technisch möglichst vollständig abgesichert zu sein. Aus den wahren Geschichten der alten Seebären geht hervor, dass es keineswegs eine Ausnahme war, wenn eine robuste LED-Laterne die Yacht vor der Kollision mit einem schweren Frachter gerettet hat.
 

TASCHENLAMPEN

Eine Taschenlampe hält man bei der Benutzung in der Hand, nicht wahr? Moderne Taschenlampen verbreiten ihren schmalen Lichtstrahl auf ehrwürdige Entfernungen und sind vollstopft von weiteren Funktionen. Regelung der Intensität oder der Lichtstrahlbreite (ggf. stufenlos) ist jetzt zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Es gibt weiter universelle Taschenlampen, die auch die Funktionen einer Laterne, beziehungsweise einer Stirnlampe in sich kombinieren. Weiter tragen einige Taschenlampen z. B. auch Solarmodule oder eine Handkurbel für Notantrieb mit Hand.
 

Eine robuste Taschenlampe mit mehreren Zusatzfunktionen kann auf der Yacht viele Situationen retten. (Quelle: GoalZero.cz)


„Die Taschenlampen ermöglichen unkompliziertes einhändiges Zoomen, Regelung der Lichtstreuung und sind einfach nur mit einem Knopf zu bedienen. Einige Lichtquellen passen sich dank der neuesten Technologie den Lichtbedingungen an, sodass sie die Leute in der Umgebung nicht blenden, zugleich aber genügend Licht gewähren. Keine Ausnahme ist heute auch eine vorprogrammierte S-O-S-Lichtsendung,“ führt Jiří Hubička aus Ledlenser.cz an. 


Bei allen Lampen ist es vorteilhaft, wenn sie genügend wasser- und staubdicht sind (dies entnehmen wir der Angabe IPXX). Bei einer IP69 können Sie sich sicher sein, dass die Lampe ganz staubdicht (die erste Nummer nach IP) und wasserdicht gegen Spritzwasser unter Hochdruck (die zweite Nummer nach IP) ist. Je höher die Nummern sind, desto höher der Schutz. Die Kombination von IP69 stellt den höchstmöglichen Schutz dar.
 
Auch eine zertifizierte Stoßfestigkeit ist nicht abzuweisen. Sie bewegt sich normalerweise gegen 1-2 Meter bei einem Aufschlag auf jede Oberfläche, was für einen Seemann ganz ausreichend ist. Dies sind nämlich ganz unbestrittene Ziffern für die offizielle Zertifizierung. In der Wirklichkeit halten die Lichter viel mehr aus. Beim Testen haben wir einige Modelle von Fenix aus dem Fenster im dritten Stock auf Beton geworfen. Bis auf kleinere Kratzer haben die Lampen überlebt und dienen bis zu den heutigen Tagen. Beim ungünstigen Wetter schätzen Sie sicher auch einen guten Griff, der auch in nassen Händen oder auch in Handschuhen gut hält.


WO NUTZEN WIR EINE TASCHENLAMPE:

Vor allem bei Bedarf einer kürzeren Beleuchtung, bei einer Arbeit, die alle beide Hände nicht erfordert. Sie nutzen eine Taschenlampe vor allem in der Marina, wenn Sie zum Beispiel in der Nacht die Toiletten suchen oder auf einen Dieb des Aufladekabels lauern. Eine gute Taschenlampe kann den klassischen Suchscheinwerfer mit seinem widerwärtigen Kabel elegant ersetzen. Am Meer besteht höhere Luftfeuchtigkeit, so kann sehr leicht „Nebel“ entstehen, was Sie mit nichts anderem durchleuchten als mit einer ordentlichen Taschenlampe mit konzentriertem Lichtstrahl.


LEUCHTSTÄBE (KNICKLICHTER)

Diese Stäbchen sind bei den Seemännern sehr beliebt. Ein Kunststoffbehälter beinhaltet zwei verschiedene Flüssigkeiten, eine von denen in einem Glasröhrchen. Nach dem Durchknicken des Stabs reagieren die Flüssigkeiten miteinander und es entsteht eine Chemolumineszenz-Reaktion. Diese hält ziemlich lange, wobei die Lichtintensität allmählich sinkt. Die meisten Leuchtstäbe halten bis zu 12 oder auch 24 stunden. Sie sind in vielen verschiedenen Farbvarianten erhältlich und auch in verschiedenen Größen. Ein herkömmliches Knicklicht besitzt ein kleines Loch kombiniert mit einem Häkchen zum Aufhängen. Die Leuchtstäbe sind fast unzerbrechlich und ohne Probleme halten sie auch rauen Umgang durch. Es gibt aber auch Nachteile – einmal aktiviert, stoppen Sie die Reaktion nicht mehr. Diese ist irreversibel, nach einer Benutzung endet der Stab im Abfalleimer.


Brechen Sie den Leuchtstab über jemanden, nur wenn es unausweichlich ist, die Knicker sind bloße Einweglichter.

WO NUTZEN WIR DIE LEUCHTSTÄBE:

Weil sie so widerstandsfähig sind, sind die Knicklichter für jede anspruchsvolle Anwendung tauglich, aber Sie können sie auch als Spaßdekor auf dem Deck verwenden. Das Licht ist nicht so stark wie bei den Taschen- oder Stirnlampen, für viele Situationen aber genügend. Falls Sie ebenfalls ein rotes und ein grünes Knacklicht mitnehmen, können Sie damit auch eine Reserve für den Fall schaffen, wenn die Positionslichter an der Yacht aus irgendeinem Grund ausgehen sollten. (Aber Vorsicht! Die Lichtintensität besitzt nicht die vorgeschriebenen Werte, daher ist es wirklich nur als reine Notlösung gedacht.) Im Gegenteil zu den anderen Lichtquellen können die Stäbchen ganz schön schwimmen, was auf dem Meer auch gewisse Vorteile haben kann.
 

WIE WÄHLT MAN DAS RICHTIGE LICHT?

Die Grundparameter, die wir bei der Entscheidung einbeziehen sollten, sind die Leistung, Kapazität der Akkumulatoren (beziehungsweise die Brenndauer) und Widerstandsfähigkeit des Gehäuses. Es ist ganz praktisch, wenn mindestens drei Intensitätsstufen zur Verfügung stehen: Für übliche Arbeit an Bord sind 50 Lumen meistens genügend, falls Sie das ganze Boot gut übersehen wollen, sind 100-300 Lumen in Ordnung und für alle Fälle ist auch eine dritte Stufe gegen 1000 Lumen von Vorteil. „Das Fernlicht“ hilft Ihnen, wenn Sie mit Standardbeleuchtung des Bootes Probleme haben oder in der Nacht etwas aus dem Meer herausfischen oder eben eine Höhle am Ufer durchforschen wollen.

Welche Batterien auch immer Sie benutzen, haben Sie jederzeit einen Plan B parat – entweder Ersatzbatterien (-Akkus) oder eine Möglichkeit die Akkumulatoren aufzuladen. An der Widerstandsfähigkeit Ihrer Lichter halten Sie fest. Sie werden sehen, dass es sich um eine Investition handelt, die sich wirklich lohnt und die Ihnen viele Nerven und Probleme erspart.

Haben Sie eine neue Stirn- oder Taschenlampe, LED-Laterne und wollen Sie sie auf dem Meer richtig durchtesten? Es gibt nichts Leichteres, als Ihr Traumboot auszuwählen, die Segel setzen und Tag und Nacht fahren!

 

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Filip K

Filip K

Senior Sales Consultant