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Toskanische Inseln

Legendäre Inseln, eine exzellente Küche, köstlichen Wein sowie berühmte Sehenswürdigkeiten - all dies hat die Toskana für Segler zu bieten.

Die 10 interessantesten Orte in der Region

Die Toskana gehört zu den idyllischsten Segelregionen überhaupt und das Herzstück ist eindeutig die Insel Elba. Hier können Sie in schönen Buchten ankern, an sonnigen Sandstränden baden und abends zum Beispiel zum malerischen altertümlichen Hafen flanieren - wie beispielsweise zum mittelalterlichen Hafen Portoferraio.

  1. Der schiefe Turm von Pisa
  2. Der lange Sandabschnitt im an der Küste gelegenen Naturpark Parco di Rimigliano
  3. Der Porto Baratti und die uralte etruskische Kleinstadt Pupolonia
  4. Der alte Hafen Portoferraio, Napoleons erster Exilort, Elba
  5. Marciana Marina und ein Ausflug auf den höchsten Berg von Elba - den Monte Capanne
  6. Scoglio Ogliera und Schnorcheln auf dem Schiffswrack ELVISCOT, Elba
  7. Die Bucht Fetovaia, schöner Ankerplatz, Elba
  8. Porto Azzurro, Elba
  9. Insel Capraia
  10. Die Insel Giglio mit dem mittelalterlichen Dorf Castello
toskansko

Filip K

Filip K

Senior Sales Consultant

+49 211 54 69 22 23filip.kohout@yachting.com

Als die mittelalterliche Göttin der Liebe und Schönheit aus dem Meeresschaum entstand, fielen ihr sieben Edelsteine aus dem Diadem, wodurch die faszinierenden, charismatischen Inseln Gorgona, Capraia, Napoleons Elba, Pianosa, die durch den Roman von Alexandre Dumas bekannt gewordene Insel Montecristo sowie die steilen Inseln Giglio und Giannutri entstanden sind. Bis auf Pianosa und Giannutri sind alle Inseln gebirgig und steil aufsteigend. Aus diesem Grund ist es in deren unmittelbarer Nähe für gewöhnlich sehr tief. Im direkten Kontrast zu ihnen steht die ebene und fruchtbare italienische Küste mit nur wenigen Erhöhungen, die aus der Ferne wie separate Inseln aussehen. Im Sommer ist dies ein beliebtes Segelrevier, deswegen kann es hier recht lebhaft sein. Bei einer Überfahrt zwischen dem Festland und Korsika ist die Inselgruppe ideal geeignet, um eine Pause zu machen und neue Kräfte zu tanken. Aufgrund des großen Charmes dieser Inseln werden Sie jedoch höchstwahrscheinlich länger als ursprünglich geplant in dieser Region bleiben.

Segelregionen

Die toskanischen Inseln und vor allem Elba sind ideale Ausgangspunkte für Überfahrten nach Korsika oder Sardinien, aber auch für Ausflüge zur Ligurischen und Toskanischen Küste. Es ist gut, die konkrete Route entsprechend dem vorherrschenden Wind in der betreffenden Region zu planen. Die Infrastruktur für Segler ist hier ausgezeichnet - mit vielen Yachthäfen und Chartergesellschaften, die hier ihren Sitz haben, sowie mit altertümlichen Häfen, Bojenfeldern oder geschützten Buchten. Im Vergleich mit Kroatien gibt es hier jedoch weniger Yachthäfen und sie sind teurer. Aufgrund des Fährverkehrs und des allgemeinen Tourismus sind die Häfen sehr belebt. Aus diesem Grund sollte man rechtzeitig ankommen gegebenenfalls im Vorfeld reservieren. 

Der schlimmste Termin, den man sich für eine Segelfahrt in dieser Region aussuchen kann, ist die letzte Woche im Juli sowie die ersten drei Wochen im August, denn da sind in ganz Italien Ferien - der sog. Ferragosto. Die Schiffe sind dann teuer, die Häfen voll und die Preise für alle Serviceleistungen sind erheblich überzogen.

Der beste Zeitraum für eine Segelfahrt ist im Mai sowie Anfang Juni, wenn alles blüht und die Insel an einen botanischen Garten mit betörendem Duft erinnert. Wenn Sie sich der Insel nähern - vor allem nachts, riechen Sie den überwältigenden Duft bereits von Weitem. Im Herbst ist von Mitte September bis Mitte Oktober die beste Zeit. Das Wetter ist sehr ruhig mit schwachem Wind, das Meer ist warm, die Häfen und Restaurants haben bereits Nebensaison-Preise und es sind nur wenig Touristen da.

 Wetter und Klima

Im Sommer wehen am häufigsten in der toskanischen Region Winde aus W–NW. Diese erreichen aber nur selten die Stärke eines Sturms. In den Regionen Capraia, Elba und auf dem Festland sind häufig SO-Winde anzutreffen - im Wechsel mit häufigen Ruhezeiten. Nachts bläst ein leichter W- oder SW-Wind. Wenn der Druck - ausgelöst durch die Bucht von Venedig - in nördlicher Richtung abnimmt, kommt ein relativ starker SW-Wind auf, der Libeccio genannt wird. Im Frühjahr und im Herbst sind auf dem Territorium häufige Gewitterschauer bei den Inseln zu verzeichnen. Diese sind einfach anhand der unregelmäßigen dunklen Wolkenlinie zu erkennen und dauern für gewöhnlich nicht lange.

Inseln

Elba

Am 3. Mai 1814 um 18:00 Uhr Ortszeit hat die britische Fregatte Undaunted auf Elba im Hafen Portoferraio mit wirklich kostbarer Fracht angelegt. Kaiser Napoleon wurde auf diese nur zehn Meilen vom Festland gelegene Insel aufgrund der Vereinbarung von Fontainbleau verbannt und er sollte hier den Rest seines, bis dahin wilden Lebens verbringen. Er hätte sich nur schwer ein anmutigeres Gefängnis aussuchen können. Auf Elba und in der Umgebung befinden sich nämlich auf einer kleinen Fläche viele attraktive Orte, besonders wenn Sie wie Napoleon selbst ein Segelboot besitzen. Ihre Ufer bieten so viele wunderschöne Buchten, dass es einfach ist einen eigenen Ankerplatz für die Nacht oder zum Mittagessen zu finden. An deren Enden finden Sie fast immer einen wunderschönen Strand, mit schneeweißem Sand oder mit angenehm massierenden Kieselsteinen. Das Meer rund um Elba hat eine türkise und smaragdgrüne Farbe und ist zum Tauchen wie geschaffen, daher ist es sehr schwer die Crew auch nur für einen Moment an Bord zu halten. Elba ist ein wahrhaftes Paradies für Taucher. Tauchgänge zum Schiffswrack der Elviscot im Süden der Insel sind ein absolut einzigartiges Erlebnis. Wenn Sie rund um Elba segeln, oder von hier nach Korsika segeln, sollten Sie dem Kap San Andrea im Nordosten der Insel Aufmerksamkeit schenken, das aufrgund seiner Klippen und der unberührten Natur einzigartig ist.  

Portoferraio

Portoferraio ist die Hauptstadt von Elba und gleichzeitig auch eine der ältesten Städte. Ihre Atmosphäre wird durch die engen, steilen Gassen gebildet, die mit Wäscheleinen mit frisch duftender Wäsche versehen sind. In der fernen Vergangenheit wurde die Insel von den Ligurern, Etruskern und Griechen und später auch von den Römern heimgesucht, die aus ihr Fabricia gemacht haben. Gegenüber der Stadt bei der Bucht Begnaia befindet sich der Ort La Grotta, wo Überreste einer römischen Villa mit Terrassen und einem Schwimmbecken zu sehen sind. Die gegenwärtige Gestalt der Stadt wurde von den Medici beeinflusst, Cosimo Medici hat hier im Jahr 1548 mit umfangreichen Befestigungsarbeiten begonnen. Im Hafen Portoferrario gibt es viel zu sehen. Neben der wunderschönen Stadt mit den alten steilen Gassen dürfen Sie sich ebenfalls nicht die Residenz von Napoleon, die Villa dei Mulini mit dem schönen Garten und der Aussicht auf die Insel Capraia entgehen lassen, die sich am höchsten Punkt der Stadt zwischen den Festungen Stella und Fort Falcone befindet. Eine sehr wichtige Spur von Napoleon hinterließ sein Sommersitz in der Villa San Martino, die Sie ungefähr 6 km in Richtung der Marina Marciana finden und jetzt die Kunstgalerie Demidoff beherbergt. Weitere Sehenswürdigkeiten, die Ihre Aufmerksamkeit verdienen sind die Kirche Reverenda Misericordia und die Kirche Santo Stefano alle Trane, die Festung Altura Etrusca del Castiglione oder der wundervolle botanische Garten in Ottone aus dem Jahr 1910, wo sich allerlei Palmen und weitere Pflanzen an das mediterrane Klima gewöhnt haben. In San Giovanni unweit der Stadt empfehlen wir die behagliche Therme. In der Nähe des Hafens befindet sich der wunderschöne Strand Spiaggia le Viste, und weiter im Westen erwartet Sie die felsige und mit Kieselsteinen bedeckte Bucht Le Ghiaie. Am frühen Abend sollten Sie entlang der Mauer der Zitadelle spazieren und den magischen Sonnenuntergang sowie das Meer genießen, das mit wundervollen Farben von fließend rot bis sepiafarben spielt. Schwer zu sagen, warum Napoleon eigentlich von Elba geflohen ist.


Trattoria La Barca

In der Via Francesco Guarrazzi 60, in der Nähe des Hafens, finden Sie eine gemütliche Trattoria, die von vielen Einheimischen besucht wird, was immer ein gutes Zeichen ist. Hier können Sie frische Meeresfrüchte, gegrillte Fische und große Pizzen genießen. Sie sollten allerdings besser einen Tisch reservieren.

Marina Portoferraio

Wenn Sie über Nacht in Portoferrai ankern wollen, sollten Sie dies besser vor 17.00 Uhr tun, die Marina ist nämlich vor allem im Sommer überwiegend schnell besetzt. Ankern kann man hier im NW oder SO des Hafens, das zuerst genannte Ufer befindet sich jedoch in der Nähe einer belebten und sehr lauten Straße. Zum Übernachten eignet sich die rechte Seite des Hafenbeckens besser, auf der linken Seite haben Sie es wieder näher zu einer Stadtbesichtigung. Wenn Sie am Tag in die Marina kommen, idealerweise am Vormittag, können Sie für vier Stunden gratis ankern. Duschen und Toiletten finden Sie im Gebäude des Stadtamtes ungefähr 300 Meter vom Ankerplatz, der Preis beträgt ungefähr 4 EUR. Wenn Sie in die Marina einfahren, zeigt Ihnen ein Mitarbeiter der Marina, wo Sie ankern können. In der Nähe des Hafens finden Sie viele Restaurants und Sie können hier auch billig einkaufen. Auch in der Edilnautica Marina, die südwestlich von Portoferraia liegt, können Sie sich gut im nahegelegenen Coop-Geschäft mit Proviant versorgen. Dort erhalten Sie alles Notwendige, auch wundervolle Limetten für Mixgetränke. Wenn Sie den Hafen verlassen sollten, passen Sie auf die zahlreichen Fähren auf.

Bagnaia Bucht

Wenn Sie am Samstag Nachmittag Portoferraia verlassen und eine Bucht zum angenehmen Baden suchen, sollten Sie in die Bagnaia Bucht fahren, die sich unter der Burgruine Volterraio befindet. Sie sollten nur darauf achten, dass die Einfahrt am nordwestlichen Ende der Bucht verboten ist. Hier finden Sie eine Menge an Mooringleinen (Muringleinen) und einen guten Schutz vor dem Wind, wenn dieser nicht gerade von W oder NW bläst. Am Ufer befindet sich ein Restaurant. Anderthalb Meilen nördlich verbergen sich die Buchten Nisporto und Nisportino mit schönen Stränden. Im südlicheren Nisporto befindet sich ein Pizzeria.

Marciana Marina und Monte Campanne

Ein kluger Seefahrer macht zumindest für kurze Zeit in der charismatischen Hafenstadt Marciana Marina fest, die Seeleute mit dem charakteristischen Sarrazenenturm begrüßt. Von hier aus führt ein Pfad zum höchsten Berg der Insel, dem Monte Capanne mit einem so imposanten Ausblick auf die Umgebung, dass man sich für einen Moment wie Napoleon selbst fühlt. Den Weg nach unten kann man sich per Seilbahn verschönern, den Rest des Weges zur Marina per Bus, die Fahrt ist ein wirkliches Erlebnis, da die lokalen Busfahrer die Strecke auf jeden Millimeter genau kennen und wie die Wilden fahren. Diesen Ausflug können Sie auch im Süden der Insel von der Marina di Campo aus machen.

Buchten

Biodola

Die Biodola Bucht bildet mit den Gipfeln Serrone delle Cime, Capannone und Colle Pecorata ein wunderschönes, natürliches Amphitheater, an dessen Fuß sich ein 600 m langer Sandstrand mit smaragdgrünem Meer ausbreitet. Hier ankern Sie in einer Entfernung von 6 - 8 Metern vom Badebereich, am Strand können Sie Restaurants und Bars besuchen, eventuell auch notwendige Lebensmittel kaufen. In der Bucht befindet sich auch der kleinere Strand Scagliery. Die Biadola Bucht finden Sie fünf Meilen östlich von Portoferraia.

Marina di Campo

Die Bucht Golfo di Campo wird wie ein Amphitheater von dem attraktiven und sehr lebendigen Ferienort Marina di Campo umspannt. Der Hafen begrüßt Sie mit seiner typischen Wachsamkeit, verkörpert durch den mittelalterlichen Sarrazenenturm. Der Hafen und auch die Stadt sehen unauffällig aus, sie haben jedoch ihren Zauber, vor allem in der Nebensaison. Wenn Sie wirklich früh aufstehen und wenige Schritte vom Boot aus machen, treffen Sie auf heimkehrende Fischer, denen Sie ihren frischen Fang - Meerbarsche, Makrelen, Brassen, Schwertfische, Thunfische und allerlei Meeresfrüchte - abkaufen und (vielleicht unangenehm) die Schiffsköchin überraschen können. 

Osteria al Moro, Marina di Campo

Wenn Sie Ihrer besseren Hälfte einen romantischen Abend mit ausgezeichnetem Essen gönnen möchten, sollten Sie diese Trattoria in der Nähe vom Stadtzentrum besuchen. Sie werden in einen ländlichen Speisesaal oder einen romantischen grünen Garten gesetzt, zum Essen werden Ihnen hausgemachte Teigwaren und frischer Fisch serviert. 

Der Rest der Stadt wurde leider während der Invasion der französischen Einheiten im Jahr 1944 schwer beschädigt, und deren Sanierung war derart konsequent, dass von der ursprünglichen Architektur nicht viel übrig geblieben ist. Aber auch so finden Sie hier viele schöne Winkel, farbige mediterrane Häuser und interessante Orte. Auch Seefahrerinnen kommen hier auf ihre Kosten, die hier viele Modeboutiquen, Geschäfte mit Schmuck und Kleidung finden können, wo man zu vernünftigen Preisen zum Beispiel ein schönes Sommerkleid kaufen kann. Das Zentrum bietet auch viele Geschäfte Natur-Kosmetik, zum Beispiel aus dem Kurort San Giovanni bei Portoferraia.

Muskelverkrampfungen von einer langen Fahrt können Sie bei einem wunderschönen 6 km langen Spaziergang auf den 227 m hohen Monte Castello lockern. Neben der imposanten Aussicht auf die Buchten Procchio und Golfo di Campi können Sie auf den gegenüberliegenden Feldern der Insel am Gipfel Reste einer etruskischen Siedlung entdecken. Unter den römischen Pflastersteinen haben Archäologen verkohlte Ruinen einer etruskischen Stadt gefunden, die sich offenbar erfolglos gegen Angreifer gewehrt hatte. 

Direkt in Marina di Campo dürfen Sie sich auf keinen Fall das wundervolle Meeresaquarium entgehen lassen. In der Stadt gibt es auch einen Flughafen und den größten Sandstrand der Insel, die Anfang Juni noch halbleer ist. Jüngere Segelfreunde werden bestimmt die größte und älteste Disco in der Stadt Tinello in der Straße La Casina zu schätzen wissen, wo normalerweise bis in die frühen Morgenstunden getanzt wird. Wenn Sie die erste Reihe der rein auf den Fremdenverkehr ausgelegten Restaurants meiden, treffen Sie auf Gasthäuser, Trattorien und Takeaway Imbisse, wo die Einheimischen zu vernünftigen Preisen essen. In diesen Restaurants finden Sie Speisen für rund 10 EUR, eine gute Pizza zum Mitnehmen kostet hier ungefähr 7,50 EUR. Hier gibt es auch eine überraschende Menge an reizvollen Eisdielen und Joghurterias. 

Hafen Marina di Campo

In der Di Campo Bucht kann man ankern, bei stärkeren Südwinden ist dies jedoch nicht zu empfehlen. Hier gibt es auch rote Bojen, glauben Sie jedoch nicht, dass es sich um Ankerbojen handelt, sie kennzeichnen nur die Strandlinie. Wenn Sie sich mit dem Beiboot zum Ufer begeben, sollten Sie den mit weißen Bojen gekennzeichneten Korridor im NW des Hafens nutzen. Das Ankern im Hafen selbst ist kostenlos (zumindest war es Anfang Juni 2016 so), hier gilt das System "Bring deinen eigenen Anker mit". Der Hafenmeister empfiehlt eine Ankertiefe von 30 bis 40 Metern. Besonders bei starken Südwinden sollte nicht am Rand im Osten des Kais beim roten Leuchtturm geankert werden, die Brandung kann hier sehr stark sein und die Masten könnten sich hier berühren. In diesem Fall sollte zwischen den Booten ein größerer Abstand gehalten werden, gegebenenfalls mit größerem oder kleineren Abstand vom Ufer, je nachdem.

Buchten

Fetavaia

Diese Bucht ist so schön, dass sie es in unsere TOP 10 Reiseziele geschafft hat. Sie ist ziemlich klein, mit Sandboden und der Anker hält hier ausgezeichnet. Sie ankern hier auf ungefähr 10 Metern. Da es sich um eine sehr beliebte Bucht handelt, sollten Sie hier zeitig ankommen. Am Ufer befinden sich Bars und Restaurants, und auch ein Sportausrüstungsverleih. In der Nähe befindet sich das wundervolle und in seichtem Gewässer befindliche Schiffswrack der Elviscot. 

Lacona

Die Lacona Bucht ist eine schöne, tiefe Bucht mit Sandboden, wo der Anker auch bei starken Winden von bis zu 25 Knoten perfekt hält. So wie in vielen italienischen Buchten, kann es hier tagsüber sehr lebhaft sein, am späten Nachmittag wird es leer und Sie können die Ruhe genießen und am wundervollen Sandstrand baden. Ein Nachteil ist der geringe Schutz vor Nordwinden und Wellen. Gute Ankerplätze befinden sich in der nordöstlichen Ecke neben den Badebojen, die Tiefe beträgt zwischen drei und sieben Meter. Gute Ankerplätze und Bademöglichkeiten gibt es am Strand im Osten der Bucht, die nicht so frequentiert sind und gelegentlich von FKKlern genutzt werden.

Porto Azzurro

Wenn jemand in der Nachkriegszeit sagte, dass er auf Porto Longone gewesen war, hat dies ohne Übertreibung bedeutet, dass er eine Strafe im dortigen berüchtigten Gefängnis abgesessen hat. Als die ehrgeizigen Manager darüber nachgedacht haben, wie sie die Stadt in der himmelblauen Bucht benennen sollen, ist die Wahl treffend auf Porto Azzurro gefallen.

Ankern Sie südlich vom Hafen, lassen Sie ein fähiges Crewmitglied zurück und begeben Sie sich mit dem Beiboot auf Entdeckungsreise. Der schöne Hafenplatz wird Sie angenehm überraschen, es ist der zweifellos schönste auf Elba. In seiner hinteren linken Ecke, am Ende der ersten Gasse links, befindet sich ein Paradies für Frauen in Form einer einzigartigen Werkstatt zur Bearbeitung von Steinen mit einem Geschäft. Hier können Sie eine Vielzahl von meisterlich gefertigten Ringen, Armbändern und Ketten bewundern. Die Bewohner Elbas vollbringen mit den Steinen wahrhafte Wunderdinge. Sie erkennen das Geschäft an dem historischen Förderwagen mit arrangierten Steinen vor dem Eingang.

Wenn Sie vor haben sich länger in der Stadt aufzuhalten und eine Wallfahrt unternehmen wollen, besuchen Sie die Madonna di Monserrat, die schönste Erinnerung Elbas an die Zeit der Spanier. Den einstigen spanischen Gouverneur Ponce de Leon hat das Heimweh nach Katalonien so stark geplagt, dass er am Ende des wilden und romantischen Tales eine kleine Kopie des berühmten katalanischen Klosters Monserrat errichten ließ. Ungefähr einen Kilometer nach Porto Azzurro biegen Sie auf der Straße Richtung Rio nell‘ Elba nach links ab.

Interessant ist auch die Zitadelle aus dem Jahr 1604. die im Jahr 1858 zum erwähnten Gefängnis umgebaut wurde. Sie finden sie auf dem Hügel östlich des Hafens. 

Barbarossa Bucht

Die Barbarossa Bucht finden Sie östlich der Zitadelle ungefähr eine Meile über Porto Azzuro. Es handelt sich um eine sehr angenehme, wenn auch kleine Bucht, deshalb lohnt sich zeitig einzulaufen. Geankert wird in ungefähr 13 Metern im Sandboden, wo jedoch leider wegen der Mooringleinen (Muringleinen) und Kais ziemlich wenig Platz ist. Sie ist sehr gut vor Nordwinden geschützt, bei überwiegendem SO Wind herrschen hier jedoch starke Wellen.


Wenn Sie im Süßwasser baden wollen, sollten Sie mit dem Boot nicht ganz eine Meile entlang der Küste zu der Süßwasserlagune Laghetto di Terranera mit schwefelhaltigem Wasser segeln. Sie werden vom herrlichen smaragdgrünen Wasser und auch von der Wassertemperatur begeistert sein, die bereits zu Beginn der Saison weit über der Temperatur des Meeres liegt. Die Lagune wird von Tafeln begrenzt, die jedoch nicht mehr lesbar sind, aus eigener Erfahrung kann die Lagune ohne Probleme überquert werden. Auf dem Hang über der Lagune befindet sich der ehemalige Stollen Miniera di Terranera, wo bereits die Römer erfolgreich Hämatit, Pyrit, Magnetit oder Limonit förderten. Wenn Sie sich dazu entscheiden den Stollen trotz des Verbotes zu betreten werden Sie vielleicht auch fündig werden. Vom alten halb verfallenen Gebäude über der Lagune bietet sich zudem eine wunderschöne Aussicht auf die vor Anker liegenden Boote, die Bucht und auch die Lagune werden Sie wie auf dem Präsentierteller vor sich haben.

Die südöstliche Seite ist sehr interessant. Auf ihr befinden sich viele alte, verrostete Fördertürme, Plattformen und Rohre, die das Ufer überraschenderweise bereichern und den Genius loci bilden. Wunderschön sind auch die Schatten, die die Wolken auf die satten grünen und steilen Hänge von Elba werfen, südwestlich von Porto Azzurra finden Sie schöne, einsame und zwischen den Felsen versteckte Strände.

Isolotto d' Ortano

Während die benachbarte Bucht voller Segelboote und vor allem voller Motorboote vom italienischen Festland ist, können Sie im Süden der Insel d'Ortano ruhig ankern und diesen attraktiven Ort mit einigen abgelegenen, Stein- und Sandstränden und gegliederten Felsen genießen, die dem Ort seinen Reiz verleihen. Zwischen der Insel und dem Festland befindet sich eine Sandbank, wo Sie bequem stehen können, hier kann man ausgezeichnet schnorcheln, achten Sie nur auf die Seeigel! Auf der Insel nisten Möwen, da diese abgelegen ist und Sie können dort auch Jungvögel beobachten, die Sie jedoch nicht allzu lange stören sollten, da Sie sonst von deren elterlichen Beschützern angegriffen werden. Es handelt sich um einen sehr angenehmen Zwischenstopp vor der Ankunft in der Marina.

Rio Marina

Dieser kleine Hafen und die noch kleinere Stadt ist vor allem durch den Abbau und den Export von Eisenerz bekannt. Auch wenn das letzte Erz in Rio Marina bereits 1984 abgebaut wurde, kann der Hafen seine Vergangenheit nicht leugnen. Ob es die Pflastersteine in den Straßen, die Fassaden des Kirchturms sind, alles ist in rostigem Rot gehalten. Pyrithaltiger Sand war Bestandteil der Hausmauern entlang der Hauptstraße und auch der niedrigen Häuser rund um den Wachturm aus dem Jahr 1534. Wirklich anziehend ist das Museum der Mineralien im Gebäude des Gemeindehauses und auch eine Exkursion zu den ehemaligen Stollen im Inland. Trotz seiner Attraktivität zieht diese Hafenstadt sehr wenig Touristen an.

In der Rio Marina ankern Sie in der südöstlichen Ecke des Hafens, überall gibt es Mooringleinen (Muringeleinen) und genügend Ankerplätze. Achtung auf starke Nord- und Ostwinde.

Capraia

Wenn Sie gerne fern vom Tourismus und vom geschäftlichen Treiben segeln und entspannen wollen, werden Sie die Insel Capraia lieben. Ihr Charme ist über alle Zweifel erhaben und stammt vor allem von der wilden und unberührten Natur, die ungestört über die Insel herrscht. Es gibt hier eigentlich nur zwei Siedlungen, einen malerischen Hafen und ein Dorf über dem Hafen, wo ganze 80 Einwohner das ganze Jahr über wohnen. Früher diente es als Schutz der Bewohner vor den erbarmungslosen Piraten, heute werden diese beiden reizenden Orte durch eine regelmäßige Busverbindung verbunden. Auf der Insel befinden sich römische Wege, antike Türme und romaneske Kirchen. Capraia ist ein Bestandteil des Nationalparks des Toskanischen Archipels, deshalb ist der Boots- und Segelsport hier stark begrenzt. Ankern und Tauchen in der Nähe der Insel ist nur in einem regulierten Ausmaß im Osten und Nordosten der Insel erlaubt, Angeln ist hier jedoch verboten. Hier gilt die Regel: wo Ortsansässigen ankern, dürfen auch Sie. Im schlimmsten Fall kann man sich angeblich mit den Carabinieri des Meeres einigen. An den anderen Ufern der Insel Capraia gilt die Zone 1, wo die Einfahrt beziehungsweise sämtliche Aktivitäten verboten sind. Neben den wundervollen Touren entlang der malerischen Weinberge und steiniger Hänge, die Sie auf der hügeligen Insel unternehmen können, hat Capraia auch eine reiche römische Geschichte, zum Beispiel in Form der eindrucksvollen Ruinen der Villa Romana am Rande des Dorfes über dem Hafen. Als Schutz vor den häufigen Angriffen der Piraten wurde auf der Insel die monumentale Festung Forte di San Giorgio und viele weitere Bauten einschließlich mehrerer Wachtürme errichtet, die der Insel eine gebührende Atmosphäre verleihen. Viel später wurde die Insel zu einem Gefängnis umfunktioniert, dessen Überreste Sie heute besichtigen können. Auf der Insel gibt es fast keine organisierten Strände, was für uns Seefahrer nur gut ist. Deshalb können Sie hier aus vielen verlassenen und wunderschönen felsigen Buchten wählen, wie Ansa Ceppo mit einem Sandboden und einer idealen Ankertiefe, oder Il Morto mit einem charismatischen Turm an der Einfahrt. 

Ein kleiner Bus fährt von Porto nach Castella regelmäßig den ganzen Sommer über, der erste Bus fährt um 10:30 von der Fähre, Fahrkarten kosten 1 EUR und werden beim Fahrer bezahlt.


Hafen Porto

Die Stadtmarina in Porto ist oft sehr voll, in so einem Fall wird auf eine ganz einzigartige Weise geankert - Mooring (Muring) auf der freien See. Auf den orangenen Bojen befinden sich hintere und vordere Leinen, immer für zwei Boote hintereinander. Der Portier kommt mit einem Boot und zeigt, wohin Sie fahren sollen, und gibt Ihnen die zwei vorderen und die zwei hinteren Mooringleinen (Muringleinen), die alle am Grund des Meeres an Betonblöcken festgemacht sind. Den Hafen selbst erreicht man dann mit einem Dinghy, wo es eine Duschen und Toiletten gibt. Es gibt auch eine Tankstelle, die jedoch sehr teuer ist – 2,40 EUR pro Liter im Jahr 2013. Ankern kann man eventuell auch in den Buchten nördlich des Hafens, oder beim Hafen gegenüber dem Sandstrand.

Buchten

Cala Mortara

In der nordöstlichen Ecke der Insel verbirgt sich dieser ideale Ankerplatz zum Mittagessen und Baden. Eine wundervolle Bucht mit kristallklarem Wasser.

Ansa Ceppo

Eine schöne, wilde Bucht unterhalb von Punta Civitata, die vom Süden und Osten offen ist. Die Umgebung wird aus steilen, wild bewachsenen Felsen gebildet, charakteristisch für die gesamte Südseite von Capraia. Der höhere Teil des Amphitheaters wird wiederum durch einen dunkelgrünen Bewuchs überdeckt. Am Fuß der Bucht befindet sich ein kleines Tal, eine Vertiefung, die sich vor dem Mittagessen und Abendessen für einen kleinen Ausflug eignet und wo Sie eine kleine Gamsherde sehen können. Hier ankern Sie im Sand in 5 – 8 Metern.

Carbacina

Eine kleine Bucht südöstlich von Ceppem, ebenfalls nach Süden und Osten hin offen. Man ankert in 10 – 14 m.

Lo Scoglione

Gleich südlich von Carbacina befindet sich die kleine Bucht Lo Scoglione, benannt nach dem Felsen auf der südlichen Seite. Hier wird in einer Tiefe von 9 – 20 Metern geankert, der Boden steigt hier nämlich sehr schnell nach oben.

Il Morto

Die Bucht finden Sie westlich von Punta Zenobito, wo der Turm auf dem Felsen sehr auffällig ist. Der Boden besteht aus Sand – Stein, die Tiefe beträgt 10 – 15 Meter.

Giglio

Die Insel Giglio wurde nach der Lilie benannt, die im Frühling mit wunderschönen Farben die gesamte Fläche der Insel bedeckt. Der Hafen und die Stadt sind sicherlich einen Besuch wert. Das pittoreske Ufer verschwindet allmählich im Labyrinth aus engen Gassen, Durchgängen und Mauern, die mit Zinnen verziert sind. Auf dem Hügel über der Marina erhebt sich das massive Castello, die Burg und Festung, die die Insel vor gefährlichen Piraten schützte. Jede Stunde fährt ein Bus aus der Stadt, eine energiegeladene Crew schafft die Strecke jedoch spielerisch zu Fuß. Nach einem solchen Spaziergang können Sie ein erfrischendes Bad an einem der vielen schönen Strände der Insel mit smaragdgrünem Wasser genießen. Die Küste von Giglio ist wirklich zerklüftet, 28 Kilometer lang, von Granitfelsen umgeben und mit einem wunderschönen Meeresgrund versehen, der wie geschaffen zum Schnorcheln ist. Der Tourismus hat zwar die Insel bereits erobert, die Einwohner kümmern sich jedoch sorgfältig um die Erhaltung des authentischen Charakter der Insel. Sie finden hier auch Schriftzüge wie "Keine wilden Pflanzen pflücken", oder sogar "Lärm verboten".

Costa Concordia

Giglio ist durch die Strandung des Schiffes Costa Concordia im Jahr 2012 bekannt geworden, das einen Felsen in der Nähe von Cala Canelle gerammt hat und in unmittelbarer Nähe von Porto Giglio auf Grund gelaufen ist. Trotz erbitterter Bemühungen der Einwohner, die sich an den Rettungsarbeiten beteiligt haben, überlebten 32 Passagiere diese Schiffstragödie nicht. Einige Offiziere und der Kapitän wurden der fahrlässigen Tötung angeklagt, der Kapitän Paulo Schettino wurde am 11. Januar 2015 zu einer Strafe von 16 Jahren und einem Monat verurteilt, 10 Jahre für die fahrlässige Tötung, 5 Jahre für die Herbeiführung des Schiffbruchs und 1 Jahr für das vorzeitige Verlassen des Schiffes. Das Schiffswrack wurde 2014 nach Genua zum Verschrotten abgeschleppt.

Hafen Giglio

Hier haben 150 Boote Platz, die meisten Ankerplätze für Besucher befinden sich beim Wellenbrecher. Hier wird auf klassische Weise mit dem Heck zum Kai geankert, die meisten Stellplätze haben Mooringleinen (Muringleinen), bei den anderen ist der eigene Anker zu verwenden. Segelboote mit einem Tiefgang ab 2 Metern werden angeblich zum Ankern vor den Hafen geschickt – entweder nördlich oder südlich von Cala Canelle. Der Hafen ist gut geschützt, nur Winde aus N und NO sorgen für leichten Wellengang. 2012 gab es hier weder Toiletten noch Duschen, es gibt jedoch eine Tankstelle, ein Restaurant und auch Geschäfte. 


Gorgona

Gorgona ist die nördlichste Insel der Toskana, sehr hügelig, mit einem Gipfel mit einer Höhe von 255 Metern über dem Meer. Die Insel ist ein Nationalpark und Ankern ist hier entsprechend verboten, ausgenommen im kleinen Hafen Cala dello Scalo im Osten der Insel. Das verschlafene Fischerdorf ist zwischen Klippen verborgen und hat den einzigen Strand der Insel. Auf die ganze Bucht blickt das Kastell Torre Nuova, errichtet im 17. Jahrhundert von einem toskanischen Grafen. Das Fischerdorf oberhalb des Strandes wird nun von den Gefangenen der dortigen Strafkolonie und den Nachfahren der ursprünglichen Siedler bewohnt. Vom Strand führt ein ungepflasterter Weg zur Siedlung am Gipfel des Passes zwischen den zwei höchsten Punkten der Insel, Punta Gorgona a Punta Zirri. Auf der gegenüberliegenden Seite des Passes befindet sich der alte Turm Torre Vecchia, der im 12. Jahrhundert als Wachturm zum Schutz vor Piraten errichtet wurde. Die meisten Einwohner wohnen jedoch an den steilen Osthängen, wo viele Kloster und andere Gebäude erbaut wurden. Die gesamte Insel verwaltet das Gefängnis. Die Gefangenen arbeiten in der Landwirtschaft, Tierzucht und im Fremdenverkehr und sie leben hier unter angenehmen Bedingungen in ziemlich großen Zellen, mit Räumen für Gruppenaktivitäten und einem schönen Fußballplatz. Auf der Insel wachsen viele seltene Pflanzen.

Giannutri

Isola Giannutri ist eine wilde und schöne Insel, die am südlichen Rand des toskanischen Archipels liegt. Im Gegensatz zu den übrigen Inseln ist sie ziemlich flach, der höchste Punkt misst 93 Meter. Es lohnt sich auf jeden Fall hier einen Tag zu verbringen und die Insel zu erkunden. Da es sich um einen Nationalpark handelt, ist die Schifffahrt hier sehr eingeschränkt. Gänzlich verboten ist das Ankern und Segeln im gesamten Süden der Insel, im Nordosten und Nordwesten. Völlig zugänglich ist dagegen die Ostseite der Insel, wo sich einige angenehme und gut geschützte Ankerplätze befinden. Bis vor kurzen war die Insel fast unbewohnt, in der Spalmatio Bucht werden jedoch Villen und weitere Bauten errichtet.

Buchten

Spalmatio

Eine Bucht an der Ostküste, die außer vor dem starken Wind aus SO und O einen guten Schutz bietet. Ankern Sie dort, wo Sie Platz finden, Sie dürfen nur nicht die örtliche Fähre blockieren. Tiefe 5 - 8 Meter. Am Ufer befindet sich ein Sommerdorf mit einem Hotel und einem Restaurant und auf dem Weg nach Cala Maestra treffen Sie auf die Ruinen einer altrömischen Villa, wo im Sommer Führungen stattfinden. 

Cala Maestra

Ein kleiner Meeresarm im Westen der Insel. Der kleine Kai ist normalerweise besetzt, deshalb müssen Segler in der Nähe ankern und die Taue am Festland festmachen. Der Boden ist sandig-felsig und der Anker hält nicht immer gut. Direkt im Norden der Bucht können Sie auf einem angenehmen Spaziergang die erwähnte römische Villa erkunden, die angeblich der Mutter von Kaiser Nero gehörte. Am Ufer befindet sich ein Restaurant. 


Montecristo

Die Insel Montecristo mit ihrer konischen Form und einem 648 Meter hohen Gipfel dominiert den Horizont. Sie wurde durch Alexander Dumas berühmt, dessen berühmter Roman Der Graf von Monte Christo aus dem 19. Jahrhundert sich hier teilweise abspielt. Dessen Auswirkungen sind auf der Insel noch immer spürbar, das Schiff HM Denham meldete, dass auf der Insel einige Individuen angetroffen wurden, einschließlich eines exzentrischen Engländers, der sich im Stil des berühmten Grafen kleidete und Ende des vergangenen Jahrhunderts auf der Insel lebte. Für uns ist es wichtig, dass die Insel ein Nationalpark ist und Ankern sowie Segeln näher als 1000 m weit von der Insel strengstens verboten ist. Die Insel ist angeblich voller giftiger Ottern.

Gastronomie

Es gibt drei Hauptbestandteile der toskanischen Gastronomie, ohne die sie keinen Pfifferling wert ist. Hierbei handelt es sich um Olivenöl, Wein und Brot, mit denen die Landbewohner wahre Wunder zaubern können. Die toskanische Küche besteht vor allem aus Bauerngerichten - es wird das verwendet, was in der Nähe wächst oder weidet, und nichts davon wird weggeworfen. Beliebte Delikatessen sind somit cibreo - geschmorte Hähnchennieren, -leber, -herz und Hahnenkämme oder Colle ripieno, also eingelegter Hähnchenhals. Wenn Sie den besten Fisch probieren möchten, den Sie je in Ihrem Leben gegessen haben, dann gehen Sie den Weg zum Hafen oder eine Haltestelle zurück Richtung Zentrum von Livorno und probieren Sie die italienische Fischsuppe Cacciucco, bei der jedes C für eine verwendete Fischart steht. Dies ist eine gedünstete Mischung aus fünf Fischarten, mit Tomaten und Paprika zubereitet. Dazu wird Röstbrot serviert. Beim kulinarischen Handwerk liegt Elba leicht hinter dem Toskanischen Festland, übertrifft es aber mit perfektem Wein. Bestellen Sie sich einen strohgelben Procanino zu Meeresfrüchten, einen goldgelben Ansonico zum Fisch sowie einen rubinroten Sangioveto zu traditionellen Wildgerichten.

Biosteria 050, Pisa

Wenn Sie in einen der Yachthäfen über Pisa fahren oder Ihr Flugzeug hier landet, tun Sie Ihrem von der Reise ermüdeten Körper etwas Gutes und kehren Sie zum Mittagessen in die Biosteria ein, wo alle Speisen aus saisonalen und kompletten Bio-Zutaten zubereitet werden. Wunderbar ist zum Beispiel das Kaninchen in Senfsoße oder das Risotto mit Grünkohl. Hier werden auch günstige Mittagsmenüs angeboten.

cacciucco

Tauchen

Frachtschiff-Wrack Elviscot, Pomonte, Elba

Das 500 Tonnen schwere Frachtschiff Elviscot war 1982 von Neapel nach Marseille unterwegs, das schlechte Wetter hat jedoch die Navigation erschwert und das Schiff ist gegen das Riff Ogliera aufgefahren. Das Schiff ist später auf sandigem Meeresboden versunken und gehört heute zu den schönsten Tauchgängen in Italien. Hinten befinden sich zwei Durchbrüche, über die man zu einer kleinen Brücke gelangt. Von hier aus hat man einen spektakulären Blick auf das Tageslicht, von welchem das Schiff durchdrungen ist. Das Wrack ist in einer Tiefe von 12 bis 13 Metern gelegen und der Aufsatz befindet sich nur 2 Meter unter der Wasseroberfläche. Auch weniger erfahrene Schnorchler können in das Wrack tauchen.

Remaiolo-Felsen, Elba

Dieser einmalige sich über mehrere Ebenen erstreckende Tauchgang beginnt an einer untiefen Stelle und erreicht eine Tiefe von bis zu 50 Metern. Entlang der Tauchstrecke sind die zerklüfteten und mit Rissen übersäten bunten Wände zu sehen, wo sich die Unterwasserwelt nur so tummelt. Den schönsten Anblick hat man in einer Tiefe von etwa 18 bis 25 Metern, einschließlich der Sägebarsch- und unterschiedlichen kleinen Fischschwärme.  

Scoglietto, Portoferraio, Elba

Diese im Jahr 1971 zum Meeresreservat erklärte Inselgruppe ist nur wenige Fahrminuten vom Haupthafen auf Elba entfernt. Dieser Tauchgang hat eine fantastische Biodiversität zu bieten und ist ideal für Unterwasserfotografen geeignet. Hier gibt es nämlich große Fische, die sich nicht vor Tauchern fürchten, sodass sie einfach zu fotografieren sind. Halten Sie Ausschau nach Sägebarschen, Muränen, Rochen, Pelamiden, Seeaalen, aber auch nach großen Krabben und Hummern.