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Kykladen

Die Kykladen bieten blauen Himmel, das Meer versinkt am Morgen im rosafarbenen Nebel und wird am Abend von der versinkenden Sonnenröte bedeckt, auf den Klippen der Buchten stehen schneeweiße Häuser und Kirchen mit blauen Kuppeln.

Die 10 schönsten Gebiete dieser Region

Die Kykladen sind vor allem im Sommer eine Domäne erfahrener Segler, wenn der berüchtigte Meltemi bläst. Im Gegensatz zu Kroatien sind die Inseln hier weiter voneinander entfernt, es gibt fast keine Marinas, hohe Wellen und starke Winde. Hier finden Sie eine Vielzahl von Inseln, wo Sie alleine ankern werden, vom Tourismus unberührte Orte, Inseln voller antiker Sehenswürdigkeiten, die eher an ein archäologisches Museum erinnern, die berühmte griechische Gastfreundschaft und städtische Häfen, in denen Sie kostenlos ankern oder nur für Wasser und Strom zahlen. Das bis in den Spätherbst warme Meer in Kombination mit dem stabilen Wetter machen aus diesem Gebiet einen idealen Ort für herbstliche Segelfahrten zum Baden und Erkunden.  
  1. Fikiada Bucht mit Strand - Insel Kythnos
  2. Hafen Loutra mit Thermalquelle, Insel Kythnos
  3. Hafen Ermoupolis - Insel Syros
  4. Insel Delos - archäologische Schatzkammer
  5. Hafen Mykonos
  6. Naoussa Bucht - Insel Paros
  7. Hafen Naxos
  8. Insel Santorini und die kleinere Insel Nea Kameni im Krater
  9. Insel Anafi
  10. Hafen Adhamas – Milos
kyklady

Filip K

Filip K

Senior Sales Consultant

+49 211 54 69 22 23filip.kohout@yachting.com

Die Kykladen sind malerische, griechische Inseln, die sich in der Ägäis im Südosten von Athen befinden. Die Inselgruppe der Kykladen bildet eine Art Kreis, griechisch Kyklos, der sich um die Insel Dilos bildet. Es handelt sich um ein besonders schönes Gebiet, das sich ideal dazu eignet Ihre Segelkenntnisse zu vertiefen. Auf den Kykladen finden Sie sowohl ruhigere Inseln, als auch von Touristen viel besuchte Inseln. Das Gebiet ist ziemlich groß, daher können Sie hier mehrere Törns unternehmen, ohne sich auf bekannten Orten zu langweilen. Aus Sicht der Segler eignet sich dieses Gebiet für erfahrene Besatzungen.


Die Architektur der terrassenförmigen Hänge und Städte ist das, was Seeleute auf den ersten Blick fesselt. In der Regel befindet sich in einer ruhigen Bucht am Fuße der Stadt ein Felsen, also der Hafen. Ein wenig über dem Hafen liegt die eigentliche Stadt, die Chora und hoch darüber eine venezianische Festung, Kastro genannt.

Segeln auf den Kykladen

Der Satz „Hier findet jeder etwas“ was zwar klischeehaft klingen mag, bei der Inselgruppe der Kykladen aber den Nagel aber auf den Kopf trifft. Fans der mittelalterlichen Kultur können hier Reste altertümlicher Tempel, Türme, Burgen und Festungen entdecken. Die Schönheiten der Natur werden hier durch die wilde Landschaft der vulkanischen Inseln, weiße Klippen, die mit wildem rotem Mohn übersät sind, Tropfsteinhöhlen, wild wachsende Kräuter und schneeweiße, aber auch schwarze Sandstrände sind auf der Insel Santorini vertreten. Die ursprünglichen immergrünen Eichen wurden gefällt und durch Olivenhaine, Zitrusbäume, Weinberge und Phrygana Büsche, die Essenzen und ätherische Öle enthalten, wie Lavendel oder Thymian ersetzt. Für Fans von Einkäufen und Unterhaltung gibt es hier gut versorgte Boutiquen, noble Restaurants und volle Clubs.

 Wetter und Klima

Im April, Mai und Juni, ebenso wie im September und Oktober bläst in der Ägäis und im Ionischen Meer der stabile und zuverlässige Mistral. In diesem Zeitraum tritt der starke Meltemi nicht auf. Im Zeitraum nach dem Ende der Hauptsaison ist dazu das Meer noch angenehme 28 - 30 °C warm. In der Hauptsaison entfaltet der Meltemi dagegen seine volle Kraft. Es handelt sich um einen katabatischen Wind, der harte Bedingungen für Seemänner schaffen kann, gleichzeitig sorgt er jedoch für Abkühlung, gute Sicht und er senkt die Luftfeuchtigkeit. Als einer der wenigen mediterranen Winde wird er am Ende des Tages nicht schwächer und kann auch sechs Tage am Stück anhalten. Baden können Sie in Griechenland ab Mai, da die Wassertemperatur in diesem Zeitraum bereits 19 – 21°C erreicht. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur steigt auf Naxos von 19 °C im April, über 27 °C im Juli und August, und beträgt bis zu 22 °C im Oktober.

Vorsicht bei nächtlichen Segelfahrten. In diesem Gebiet sind mögliche Gefahren sehr verborgen. Geben Sie bei starkem Meltemi auch an den windgeschützten Seiten der Inseln Acht. Deren Höhe sorgt dafür, dass er hinter den Inseln noch um 1 - 2 Bft stärker als neben den Inseln ist, da der Wind hier mit starken Böen aufkommt. Wenn Sie sich den Inseln nähern, warnt Sie der weiße Schaum vor dem starken Wind. Kontrollieren Sie die Segel bei der Übernahme des Bootes ordentlich.

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Inseln

Santorini

Für Segler ist das Tor zu dieser Insel der Hafen Thera im Inneren des Kraters. Geankert wird hier mit dem Bug an großen Bojen - Heck zum Kai, daher benötigen Sie wirklich lange Seile. Einen Ankerplatz zu finden ist besonders in der Hauptsaison nicht einfach, in der hier viele Boote vor Anker gehen.

Die Stadt Thera, die Sie vielleicht von griechischen Ansichtskarten kennen, erhebt sich hoch oben über dem Hafen. Diesen erreichen Sie zu Fuß, mit einer Seilbahn oder auf dem Rücken von Eseln und Mauleseln. Der Blick von den weißen Häusern nach unten in den Krater wird Sie überwältigen. Der Krater ist in Folge einer gewaltigen vulkanischen Eruption um das Jahr 1450 vor Chr. entstanden, deren Intensität drei Mal so stark war wie die Explosion des Vulkans Krakatoa im Jahr 1883. Der Vulkankegel wurde weggeschleudert, die Insel wurde in zwei Teile getrennt und in der Mitte entstand eine Meereslagune mit einer Fläche von 84 km2, die jetzt paradoxerweise die größte Attraktion der Insel ist. Die Explosion hat eine gewaltige Tsunamiwelle ausgelöst, die bis zur Spanischen Küste vordrang und höchstwahrscheinlich den Untergang der minoischen Zivilisation auf Kreta bewirkte. Die Reste dieser Tragödie können Sie in der kleinen Stadt Akrotiri sehen, die als Griechisches Pompei bezeichnet wird, wo sich bewundernswerte und gut erhaltene Überreste einer minoischen Stadt, einschließlich von Teilen einer Villa mit Mosaikboden oder dreistöckige Häuser mit Fresken, eine Mühle oder einer Keramikwerkstatt befinden.

Eine wirkliche Ruheoase ist Oia, ein kleines Dorf im Osten der Insel am Rande der Calder, dem kesselförmigen Vulkankrater. Seglern wird hier das Schifffahrtsmuseum begeistern.

Ebenfalls an der Ostküste befinden sich die Ruinen der Stadt Arkhea Thira, des altertümlichen Thira, die einen überwältigenden Blick auf das Meer bieten.

Wenn Sie früh am Morgen oder vor Sonnenuntergang nach Nea Kameni segeln, können Sie direkt am Kai ankern. Wir empfehlen mit dem Bug zu ankern und das – Heck am Kai fest zu machen, damit Sie vor seitlichen Wellen geschützt sind, die manchmal aus der Bucht hereinkommen. Bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang können Sie die tatsächliche Atmosphäre der Stadt am besten genießen. Und noch dazu ohne Touristen und Geldeintreiber! Auf der nordöstlichen Seite von Nea und Palea Kameni befindet sich eine kleine Kapelle mit Thermalquellen. Hier können Sie in einer ziemlich großen Tiefe ankern oder an einer der Bojen festmachen und bis unter die Kapelle in die Bucht mit rotem eisenhaltigem Wasser schwimmen, wo sich Thermalquellen befinden und das Wasser wärmer ist. Hier können Sie auch ein schönes Bad in stinkendem Schlamm nehmen. Wenn Sie die Intimität der Stadt ohne Touristen genießen wollen, sollten Sie entweder am Morgen oder am Abend hierher segeln. Wenn Sie die Meerenge zwischen den beiden Inseln durchsegeln wollen, dann nur tagsüber. Die Karten für dieses Gebiet sind nicht sehr genau und es gibt hier ein weitläufiges seichtes Gebiet mit Felsen, denen Sie ausweichen müssen.

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In der Caldera und ihrer Umgebung liegen viele interessante Inseln, die größte ist der bis vor kurzem noch aktive Vulkan Nea Kameni. Geankert wird hier im östlichen Teil der Insel, vor Betreten der Insel müssen Sie Eintritt bezahlen und mit den vielen Touristen nach oben zum Krater gehen, die mit dem Schiff von Santorini kommen. Nur durch eine seichte Meerenge getrennt, liegt im Südosten von hier die kleine Insel Néa/Palaia Kameni.


Ios, Schinoussa, Drima, Kato Andikeri und Koufonisos

Die Insel Ios war die letzte Ruhestätte des griechischen Dichters Homer. Der Legende nach stammt seine Mutter von dort und der Dichter ist vor seinem Tod dorthin gekommen, um Ruhe zu finden. Andere Quellen besagen, dass er auf einem Schiff verstorben ist, das nach Athen gesegelt ist. So oder so, sein Grab befindet sich in der kleinen Stadt Plakotos im felsigen Norden der Insel. Jedes Jahr am 15. Mai finden hier die Homer Feierlichkeiten statt. Eine Prozession trägt eine brennende Fackel zehn Kilometer vom Hafen, wo Homer gestorben ist, bis zu seinem Grab. Ansonsten ist die Insel ein Mekka für jüngere Besucher, die sich vor allem in der Hauptsaison dem hiesigen ausgelassenen Leben hingeben. Wenn Sie so wie Homer selbst vor allem Ruhe wollen, finden Sie diese an den Stränden von Psati und Kalamos, oder Sie können sich in das Innere der Insel begeben und die Klöster Kalamos und Mount Pyrgos besuchen. Wenn Sie nach Norden segeln sollten, können Sie bei den Inseln Schinoussa, Drima, Kato Andikeri oder Koufonisos vor Anker gehen. Sie sind nicht unbedingt außergewöhnlich, genau aber das macht ihren Reiz aus – da sie in der Hauptsaison immer noch eine Oase der Ruhe sind.

Hafen Ios

Von Santorini müssen Sie nach Norden segeln. Den Hafen von Ios erkennen Sie bereits von Weitem durch die Venezianische Festung auf dem Berg und auch anhand der beiden Windmühlen, die ein wenig niedriger stehen. In das Hafenbecken können Sie sowohl mit dem Bug als auch mit dem Heck voraus einfahren. Das nördliche Ufer ist bis 18.00 Uhr schnellen Fähren vorbehalten, danach steht es unter polizeilicher Aufsicht auch anderen Besuchern zur Verfügung. Es ist wichtig ausreichend viele Fender zu verwenden und sich in einer ausreichenden Entfernung vom Ufer zu halten, auch langsame Fähren können hier für einen ordentlichen Wellengang sorgen. Der Boden ist schlammig, jedoch ideal zum Ankern.


Naxos und Paros

Ein weiterer Abschnitt der Strecke liegt zwischen den Inseln Naxos und Paros. In der Blütezeit der kykladischen Kultur war Naxos eines ihrer Zentren. Später wurde die Insel von den Venezianern und danach von den Türken eingenommen, und diese Einflüsse haben sich markant auf die hiesige Architektur ausgewirkt. Hauptstadt ist das belebte Naxos mit einer Marina, die über Wasser und Strom verfügt.

Paros ist die drittgrößte Insel des Gebietes, die durch den Abbau von Marmor berühmt wurde, der von hier zu den besten Bildhauern Griechenlands gebracht wurde. Dank der natürlichen Vielfalt und Fruchtbarkeit hatte Paros nicht so ein starkes Bedürfnis Touristen anzulocken wie einige andere griechische Inseln. Auch so geht es hier oft sehr lebhaft zu, hauptsächlich in der Saison, wenn die Insel Surfer aus der ganzen Welt anzieht. In der Hauptstadt Paros, oder auch Paroika, ist die wundervolle Panagia Ekatondapiliani Kathedrale einen Besuch wert, die auf das 10. Jahrhundert datiert wird. Sie ist ein wunderschönes Beispiel für die hiesige Marmorverarbeitung. In der Nähe befindet sich ein archäologisches Museum, das unter anderem einen einzigartigen Teil der Marmorchronik von Paros birgt. Zu einem Kultort wurde der Hafen Naoussa im Norden der Insel, wo Sie in einer angenehmen Umgebung ein Glas guten Inselweines oder einen Teller voller schmackhafter lokalen Speisen genießen können. 

Marina Naxos

Zum Erkennen der Einfahrt dienen der Marmorbogen auf der Halbinsel Apollonas, und auch viele Fähren im Hafen. Achten Sie auf das Riff Vrakhos Frouros, das sich 1 ¼ Seemeilen WSW vom Hafen entfernt befindet. Im Jahr 2000 ist hier eine Fähre gesunken, die Spitze des Mastes ragt aus dem Wasser und ist mit einer Boje gekennzeichnet. Für Probleme können auch Fähren sorgen, die sehr schnell vorbeifahren. Wenn der starke Meltemi weht, herrschen starker Wellengang und Windböen. Trinkwasser gibt es am Kai der Fähren und auch beim Café auf Apollonas. Tanken können Sie am Anfang des Kais, wo Sie ein Minitanker versorgen wird. Proviant können Sie im Geschäft hinter der Marina kaufen, wo auch sehr guter Wein aus dem Fass abgefüllt wird.

Auf dem Weg zu den Mauern der Venezianischen Festung gehen Sie durch viele Bögen, Tunnel und unter Brücken hindurch, wobei Sie an vielen gemütlichen Gasthäusern und Restaurants vorbeikommen. Eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten der Insel ist das Portara Tor, das sich auf der kleinen Insel Palatia befindet, von wo aus eine Straße auf das Festland führt. Ursprünglich sollte es der Zugang zum Apollon Tempel sein, dessen Bau im Jahr 53 vor Chr. begonnen hat. Besonders attraktiv sind die hiesigen Täler. Besuchen Sie das Livadi Tal, wo Marmor abgebaut wurde, Melanes mit seinen typischen venezianischen Türmen oder Tragaia, das durch reizende Bergdörfer geschmückt wird.

Schöne, altertümliche Kirchen finden Sie im Dorf Chalkio, wo Sie bei Einheimischen übernachten und die aufrichtige, griechische Gastfreundschaft kennenlernen können. Ausgezeichnete Fischgerichte finden Sie im Ferienort Apollonas in Nordosten der Insel. Hinter dem Dorf im altertümlichen Marmorbergwerk steht eine mehr als 10 Meter hohe, nicht fertiggestellte Statue des Gottes Apollon, die ungefähr aus der Zeit 600 vor Chr. stammt. Schöne Strände sind Ormos und Avraam im Norden der Insel, oder Moutsunu im Osten. Örtliche Souvenirs sind Produkte aus Wolle, köstlicher Honig und delikater Käse.

Hafen Paros

Ankern können Sie mit dem Bug oder mit dem Heck voraus, der Meeresboden ist schlammig – mit Gras bewachsen und der Anker hält meistens gut. Wenn der innere Bereich des Hafens voll und die See ruhig ist, kann an der Außenseite des Kais geankert werden. Bei starkem Meltemi sollte in einer der Buchten nördlich vom Hafen geankert werden. Der Hafen bietet alles für Segler, einschließlich gut ausgestatteter Geschäfte und Werkstätten. Trinkwasser gibt es am Ufer, Sie müssen nur den Mann finden, der dafür zuständig ist. Benzin finden Sie in der Vorstadt, ein Tankboot kann zu Ihnen zum Kai kommen. Im Hafen gibt es auch einen Segelhersteller.

Warnung

Die Bucht des Hafens ist von vielen Felsen, Inseln und seichten Stellen umgeben, Sie sollten daher sehr vorsichtig sein und das Gebiet vorher sorgfältig studieren. Im Jahr 2000 kenterte hier die Fähre Samina Express, die den Portes-Felsen rammte. Dabei sind mehr als 80 Menschen gestorben.


Delos

Auf dem weitläufigen Gebiet der Insel sind eindrucksvolle Ruinen verstreut, von denen die Löwenterrasse die beliebteste ist. Diese bewacht den Heiligen See, der der Sage nach Zeuge der Geburt des Apoll war. Der See wurde 1926 wegen drohender Malaria zugeschüttet und an ihn erinnert nur noch eine Wand, die den See einst umgeben hat. Ursprünglich standen hier im 7. Jahrhundert v. Chr. neun Löwen aus Naxosmarmor. Überlebt haben jedoch nur fünf von ihnen, die im hiesigen Museum ausgestellt sind. Daher haben fünf gelungene Kopien die Bewachung des Sees übernommen. Sehenswert sind das Theater aus dem Jahr 300 v. Chr. und die mit Mosaiken verzierten Häuser – das Haus der Delfine, das Dionysos Haus und die Reste der drei Apollontempel die Seite an Seite stehen.

Hafen Delos

Die nächste Station ist das trockene, unbewohnte, archäologische Juwel, die Insel Delos. Der hiesige kleine Hafen verbietet mit einem großen Schriftzug das Ankern von Yachten, in Órmos Foúrnoi ist das Ankern über Nacht verboten. Unlängst wurde jedoch verkündet, dass das Ankern bis 15.00 Uhr erlaubt ist, einige Segelboote konnten auch über Nacht bleiben.

Besuchern ist es im Interesse des Schutzes einer der bedeutendsten archäologischen Lokalitäten Griechenlands verboten hier zu übernachten und es gibt nur ein kleines Café, deshalb sollte man sich vorher gut mit Proviant versorgen.

Die Stadt Delos war sehr reich, beeindruckend und ihre Überreste sind gut erhalten. Sie sollten sie früh am Morgen besuchen. Sie wird um 8.30 Uhr geöffnet und zu dieser Zeit sind die wenigsten Menschen hier, am Montag ist die Sehenswürdigkeit geschlossen. Ankern kann man im nördlichen oder südlichen Teil des Kanals zwischen Rinia und Delos. Wenn der Meltemi bläst, sollte jemand auf dem Schiff bleiben und Ankerwache halten. Bei der Besichtigung der Reste der Stadt werden Sie staunen, wie die Häuser ausgestattet waren. Im Badezimmer sind Marmorbecken zu sehen, wie aus modernen, italienischen Designerkatalogen ausgeschnitten. Wenn Sie sich auf eine Marmorbank eines der Häuser setzen und die Augen schließen, werden Sie die Freude und das Glück spüren, die die hiesigen Bewohner über Jahrtausende gespürt haben, als die dem Apollon geweihte Stadt noch bevölkert war. Auf Delos durfte niemand sterben, deshalb wurde alle alten, kranken Menschen und gebärende Mütter auf die Nachbarinseln Rinia gebracht. Hier werden Sie eine solche Freude nicht erleben.:-)

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Mykonos

Das Aushängeschild dieser von der Sonne versengten Insel ist vor allem die traditionelle kykladische Architektur, die von einem verzweigten Labyrinth von Gassen aus weißen, eng aneinander stehenden Häusern mit farbigen, außen liegenden Stiegen und auch malerischen Windmühlen aus dem 16. Jahrhundert geprägt ist. Mit dem Boot können Sie die Insel Delos besuchen, wobei die Fahrkarte genau soviel kostet wie auf Delos und der Fahrpreis hin und zurück in Preis inbegriffen ist. Ein sehr attraktiver Stadtteil von Mykonos ist das belebte Künstlerviertel, der wegen seiner Uferhäuser mit eleganten Metallgeländern als Klein-Venedig bezeichnet wird. Über ihm ragt eine Festung aus dem 15. – 17. Jahrhundert empor.

Mykonos war seit jeher eine unabhängige Kulturinsel, ein Beweis dafür ist das hiesige Museum volkstümlicher Traditionen, dass das bedeutendste griechische Museum seiner Art ist. Im archäologischen Museum am Ufer erwartet Sie eine interessante Exposition mit Funden, die teilweise von der nahegelegenen Insel Delos stammen. Für Seemänner ist das Schifffahrtsmuseum (Enoplon Dynameon, geschlossen von Oktober bis – April) eine Pflicht, dessen Exemplare die Vergangenheit der Seefahrt in der Region zeigt.

Marina Mykonos

Es wird nicht mehr im alten Hafen, sondern in der Marina geankert, die eine Meile nördlich vom Hafen liegt. Als Orientierungspunkt kann ein Hotel dienen, das an einen Kühlergrill eines alten, amerikanischen Autos erinnert. Es wird mit dem Bug, Heck voraus oder auch längs zum Kai im Hafenbecken geankert. Wenn Sie nicht längs anlegen, müssen Sie Ihren eigenen Anker verwenden, die Mooringleinen (Muringleinen) sind meist größeren Booten vorbehalten. Die Versorgung mit Wasser und Strom ist problemlos, auch der örtliche Minimarkt ist gut ausgestattet und hat von 7 bis 23 Uhr geöffnet. Sie gelangen günstig und einfach in das Zentrum, eine Taxifahrt kostet 2 – 8 Euro und der Bus, der jede halbe Stunde bis 21:30 Uhr fährt, 2 Euro.

Die Marina befindet sich nördlich der Stadt, die Sie mit dem Bus oder Taxi erreichen. Ich empfehle Ihnen sich ein Motorrad zu leihen und die Insel zu erkunden, eine Mietstation befindet sich ungefähr 500 m von der Marina entfernt. Auf Mykonos gibt es bekannte FKK Strände und berühmte Nachtbars. Die Insel ist ein Ort, an dem sich Künstler, Musikanten, Intellektuelle und die Athener Oberschicht treffen. Ich empfehle Ihnen eine der Nachtbars mit Livemusik, zum Beispiel mit Jazz, zu besuchen. Hier treffen Sie auf ausgezeichnete Musiker und die Atmosphäre der Nachtbars ist fantastisch.

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Siros

Vom Hafen Mykonos können Sie zur Insel Siros in den sehr schönen Hafen Ermoupolis segeln, der das Verwaltungszentrum der Kykladen und einst wichtigster Hafen Griechenlands war.

Als erstes wurde Siros von den Phöniziern besiedelt, nach dem Abzug der Römern war die Insel lange unbewohnt, bis sich die Venezianer ihrer annahmen. Diese gründeten auch die Hauptstadt Ano Siro auf dem Gipfel des Hügels Ermoupolis, gleich neben dem Hügel Vrondalo. Zwischen beiden Hügeln liegt die untere Stadt, dessen Zentrum der wundervolle, mit Marmor ausgelegte Hauptplatz Plateia Miouli mit einem gewaltigen Marmorpodium in der Mitte ist. Gesäumt wird er von schattigen Cafés und pompösen Residenzen mit der Dominante des prunkvollen Rathausgebäudes aus dem Jahr 1876 nach den Plänen des deutschen Architekten Ernst Ziller, der unter anderem auch den griechischen Präsidentenpalast entworfen hat. Ganz in der Nähe steht das Apollon Theater, das im Jahr 1864 als erster griechischer Opernsaal erbaut wurde. 120 Jahre später wurde das Gebäude nach dem Vorbild der italienischen La Scala umgebaut. Wenige Schritte von hier finden Sie die Kirche Agios Nikolaos, die eine überraschend prunkvolle Ikonostas, also eine Wand mit Durchgängen beherbergt, auf der Ikonen befestigt sind. Vor der Kirche gibt es das erste Denkmal für einen unbekannten Soldaten vom Ende des 19. Jahrhunderts zu sehen. Warmherzig empfangen werden Sie in den verschlafenen Dörfern Chalandriani und Syringa im Norden der Insel, wohin staubige Wege anstelle von Straßen führen.

Orientieren Sie sich nach dem Leuchtturm auf der kleinen Insel Gaidharos, der aus großer Entfernung zu sehen ist. Auffällig sind auch zwei sich ähnelnde Dörfer auf dem Hügel oberhalb der Stadt. Bei Einlaufen sollten Sie auf die Klippen und die seichte Stelle Karfomeni achten, die sich auf der südöstlichen Seite des Hafens befindet. Dieser Stelle können Sie ausweichen, wenn Sie entlang des Endes des nördlichen Wellenbrechers segeln, wo eine ausreichende Tiefe vorhanden ist. Geankert werden kann mit dem Bug oder mit dem Heck an der nordöstlichen Seite des Hafens.Wie üblich müssen Sie Ihren eigenen Anker verwenden oder eventuell seitlich anlegen. Vergewissern Sie sich, dass zwischen dem Boot und dem Ufer ein ausreichender Abstand gehalten wird, da sich hier oft Wellen bilden. Im südlichen Abschnitt der Bucht befindet sich eine neue Marina, die sehr ruhig und gut geschützt ist. Sie bietet jedoch wenige Dienstleistungen an. Es gibt hier zwar Wasser- und Stromanschlüsse, Duschen und Toiletten, noch vor Kurzem war aber alles versperrt und nicht funktionstüchtig. Wenn Sie ein Geschäft suchen, gehen Sie rechts von der Marina und nach ungefähr 500 Metern stoßen Sie auf einen guten Mini-Carrefour Supermarkt, von wo aus im Sommer alle 20 Minuten ein Bus zum Haupthafen fährt.



Kythnos und Kea

Für Segler besonders attraktiv ist die nicht allzu bekannte Insel Kythnos. Sie ist ausgedörrt und kaum windgeschützt. Ihre Küste ist jedoch stark zerklüftet und hat viele ruhige Buchten, die zur Entspannung am Meer locken. Sehr interessant ist der Hafen Loutra mit seinem hydropathischen Institut und auch der kleinere malerische Hafen Merikha mit Wasser und Strom.

Loutra ist ein sehr schöner, kleiner Hafen mit einem gut geschützten Hafenbecken, Wasser und Strom. Am südlichen Ende des Strandes gegenüber des Hafenbeckens fließt heißes Thermalwasser aus dem nahen hydropathischen Institut in das Meer. Das Baden in einem kleinen Becken aus Steinen, in dem sich das Thermalwasser mit dem Meerwasser vermischt ist wirklich wunderbar. Ich empfehle hier nicht zu viel Alkohol zu konsumieren, da dieser im heißen Wasser sehr schnell zu Kopf steigt. Sie sollten auf alle Fälle in der schönen Ormos Kolona Bucht in der Nähe des Hafens Merikha ankern, wo die Bucht durch einen malerischen Sandstrand geteilt wird.

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Ankern

An einem Kai können Sie in den Buchten Livadhi oder Vourkari ankern. In Livadhi wird mit dem Buganker – und den Heckleinen am Kai geankert. Der Meeresboden ist schlammig und mit Gras bewachsen, die Anker halten nicht immer. Sie sollten den Fähren direkt hinter dem Kai Platz lassen. Dies ist ein passendes Versteck vor den allgegenwärtigen Meltemi. Wasser können Sie in Korissia am Kai nachtanken, im Sommer kann es zu Engpässen kommen und zugeteilt werden. Hier finden Sie ein Geschäft und eine Taverne. Vourkari befindet sich im nordöstlichen Ausläufer der Bucht. Der Meeresboden fällt hier sehr schnell ab, deshalb sollte hier mit dem Bug voraus gefahren werden und Sie sollten sich vergewissern, dass Sie ausreichend Kette oder Seil gegeben haben. Sie sollten sich auch vergewissern, dass der Anker ordentlich hält und Sie genügend weit vom Ufer entfernt sind, der Meltemi weht hier nämlich direkt in Uferrichtung. Mooringleinen (Muringleinen) befinden sich auf der Ostseite des Ausläufers, Sie können jedoch auch in der Bucht vor dem Kai ankern. Am Kai finden Sie Wasser und Strom, und auch ein Geschäft sowie eine Taverne.

Es ist auch möglich am nördlichen Arm vor dem Bunker zu ankern. Hier gibt es keine Unterwasserkabel, die Anker müssen jedoch nicht immer halten, da der Boden schlammig und locker ist.


Kap Sounion

Nur 14 Seemeilen von der Insel Kea entfernt befindet sich die Bucht der Insel Sounion unter dem Kap Sounion, mit einem der romantischsten antiken Tempel in ganz Griechenland. Der Tempel des Poseidon, des Herrschers der Meere, wurde im Jahr 444 vor Chr. errichtet und seine 16 schlanken Säulen stehen bis heute. Die Szenerie des Tempels ist so überwältigend, dass auch der berühmte romantische Dichter Lord Byron zu seinen Bewunderern gehörte, der seinen Namen in eine der Säulen ritzte.

Ich empfehle einen Besuch des Tempels bei Sonnenaufgang, wenn dieser für die Öffentlichkeit noch geschlossen ist. Sie fahren mit dem Boot in die kleine Bucht unter dem Kap und klettern den steilen Hang bis zum Tempel hinauf. Die ersten Sonnenstrahlen, die an den Marmorsäulen emporsteigen und allmählich den gesamten Tempel beleuchten, schaffen eine unvergessliche Atmosphäre. Der Tempel kann selbstverständlich auch tagsüber durch den Haupteingang, allerdings mit einer Menge weiterer Touristen besucht werden. Von Kap Sounion sind es 20 Seemeilen in die Marina Alimnos oder 8 Seemeilen zum Hafen Lavrion, wo Ihr Törn endet.

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Tauchen

nsel Nea Kameni, Santorini, Schiffswrack und interessante Lavaformationen

Tauchen Sie in der Nähe der neu entstandenen, vulkanischen Insel, die das letzte Mal 1956 explodierte und sich in der Mitte eines offenen Kraters befindet. Hier gibt es zwar kein allzu abwechslungsreiches Unterwasserleben, das Wasser ist jedoch klar und es gibt hier sehr interessante Lavaformationen zu bestaunen. Desweiteren liegt hier das Wrack eines 34 Meter langen Stahlschiffes im Hafen in einer Tiefe von 13 Metern und ist sehr leicht zu finden. Seine Konturen können Sie nämlich auch auf den Fotos von Google Maps erkennen.

Insel Glaronisia

Eine sehr interessante Stelle für Tauchgänge befindet sich nordöstlich der Insel Glaronisia. Auf der Insel befindet sich ein Durchschlupf, durch den die Taucher normalerweise am Ende des Tauchganges tauchen und der einen sehr interessanten Sicherheitshalt bildet. Überwältigend sind vor allem die Inselwände, die unter dem Wasser eine Art Unterwassertempel bilden, der aus fünfkantigen Felsen besteht. Wegen der Überfischung ist die Meeresfauna leider sehr eingeschränkt. Die maximale Tauchtiefe beträgt hier 26 Meter und die Lokalität ist eher für erfahrenere Taucher bestimmt.


Ios, Wrack eines unbekannten Schiffes und die Höhle Petalotis

Diese Lokalität, mit einem Schiffswrack, über dessen Geschichte nichts bekannt ist, befindet sich in der Nähe der südlichen Hafeneinfahrt von Ios und wird anhand von zwei bis drei Felsen identifiziert, die aus dem Wasser ragen. Der Bug des Wracks ist 12 – 13 Meter hoch und der Rest des Schiffes, einschließlich dem Anker und der Kette, sind rund um das Wrack verstreut. Wenn Sie 5 – 10 Minuten nach Norden schwimmen, finden Sie einen Teil des Rumpfes, der auf der Seite liegt und weitere Wrackteile. Die Petalotis Höhle liegt am Zipfel der Nordzufahrt zum Hafen Koumpara. An beiden Stellen finden Sie ein abwechslungsreiches Unterwasserleben, achten Sie auf die Meeresströmungen (1 - 2 Knoten).

Insel Kea, Ksyla Bucht

Das ist ein wirklich wunderbarer Tauchgang. Hier hält sich eine gewaltige Menge an Fischen auf, die Sicht ist ausgezeichnet und es gibt eine versteckte Wand und auch eine Unterwasserklippe. Die Maximaltiefe beträgt 30 Meter. 1,5 Kilometer nordöstlich der Insel befindet sich das Wrack der Britannic, dem Schwesterschiff der Titanic.

Angeln

Besonders der Nordosten der Insel bietet interessante Angelplätze. Dafür eignen sich insbesondere die Inseln Gaidaros und Stroggilo, die von seichten Stellen und Höhlen umgeben sind, in denen sich Fische scharen. Interessante Angelplätze gibt es auch im Westen der Insel, probieren Sie die Buchten Galissas, Grammata oder Kini aus. Auf den Kykladen sollten Sie beim Angeln auf den Kugelfisch, einen giftigen Fisch achten,der aus dem Roten Meer in das Mittelmeer gelangt ist. 

Mykonos

Im Gebiet von Klein Venedig gibt es viele Kraken. Ein ausgezeichneter Ort hierfür ist die Panormos Bucht im Norden der Insel, und auch das Gebiet an Eingang der Bucht, mit dem Namen Marmaronisi. Hier finden Sie kristallklares Wasser und einen interessanten Meeresgrund.

Paros

Paros ist ein hervorragendes Angelgebiet mit vielen geeigneten Stellen. Interessant ist das Gebiet vom Kap Agias Fokas bis nach Gaidouronisi und zum Norden der Insel, ein Beispiel ist die Naoussa Bucht. In dieser Bucht gibt es viele Klippen mit Höhlen mit vielen Fischarten: Schwarzfische, Meeräschen, Doraden, Barsche oder Brassen.

Naxos

Die Buchten Apollon und Panormos im Osten, beziehungsweise im Südosten der Insel sind ein perfektes Angelgebiet und ein zuverlässiges Ankergebiet.

Ios

Ausgezeichnete Angelgebiete befinden sich rund um die ganze Insel. Eines dieser Gebiete befindet sich in der Plakoto Bucht im Norden der Insel. Eines der besten Gebiete ist die Insel Psathonisi, 2,7 Seemeilen von Kap Agios Georgios entfernt. Die Magganari Bucht im Süden der Insel bietet große Fischschwärme und gute Ankerplätze.

Santorini

Wegen der großen Tiefe und dem steinigen Meeresgrund gibt es in Santorini keine großen Fischschwärme. Die besten Angelgebiete der Umgebung befinden sich daher in der Umgebung der Inseln Palea Kameni und Nea Kameni. Hier finden Sie vor allem Schwarzfische und Brassen.

Empfohlene Routen

Die nachfolgende Karte bildet eine 7-tägige und eine 14-tägige Segelroute rund um die Kykladen ab. Sehen Sie nach, wo man problemlos ankern kann und welche interessanten Orte Sie auf den Inseln besuchen können. Bei Interesse an weiteren Informationen zu den einzelnen Routen klicken Sie auf die Schaltfläche in der linken oberen Ecke der Karte.